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    Berlin

    Ärzte ohne Grenzen: Den Menschen in Syrien mehr helfen

    Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat Deutschland zu einer verstärkten Hilfe für die Menschen in Syrien aufgerufen.

    «Die deutsche Regierung muss mehr Initiative für humanitäre Hilfe entwickeln, auch in der Flüchtlingsfrage», sagte der Vorsitzende der Organisation in Deutschland, Tankred Stöbe, der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Samstag). Die Flüchtlingslager hätten die Kapazitätsgrenzen oft schon weit überschritten. Die Menschen in Syrien hätten resigniert. «Sie setzen auf den Druck von außen», sagte Stöbe.

    Nach Darstellung der Organisation werden medizinische Helfer und Einrichtungen durch syrische Truppen direkt attackiert. «Das Völkerrecht gilt dort nicht», sagte Stöbe. Es sei praktisch nur möglich, in den Gebieten der Opposition zu arbeiten. Oft böten die internationalen Helfer das einzige Behandlungsangebot für die kriegsverletzten Menschen.

    Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) reist heute in den Libanon, um sich ein Bild von der Situation der Flüchtlinge aus Syrien zu machen. Niebel will während seiner eintägigen Reise ein Flüchtlingslager in der Nähe von Beirut besuchen. Zudem will er mit deutschen Soldaten der UN-Mission UNIFIL zusammentreffen. In den Nachbarstaaten Syriens sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR von Mitte Dezember mehr als eine halbe Million Flüchtlinge gestrandet.

    Am Freitag sollen durch Kämpfe und Bombardierungen in Syrien 90 Menschen getötet worden sein. Die meisten Opfer gab es nach Angaben von Regimegegnern in den Provinzen Hama und Damaskus-Land. Am Vortag hatten die Oppositionellen 160 Tote gezählt.

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