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Hamburg

Weltmeister Sturm zahlt Abfindung an Promoter Kohl

dpa

Box-Weltmeister Felix Sturm muss nicht mehr für den Hamburger Universum-Stall kämpfen und darf Veranstaltungen in Eigenregie organisieren. Das ist die Quintessenz der zweiten Verhandlungsrunde vor dem Landgericht Hamburg.

Beide Seiten einigten sich auf einen Vergleich. Sturm wird eine Abfindung an Universum-Chef Klaus-Peter Kohl von rund einer Million Euro zahlen. Die genaue Summe wollten beiden Seiten nicht nennen. Diese werden sie lediglich dem Richter schriftlich zur Protokollierung mitteilen. Allerdings hatte die Sturm-Seite laut Richter Michael Otto zuvor maximal 800 000 Euro geboten, Kohl wollte mindestens 1,5 Millionen Euro haben. Es handele sich um einen Kompromiss, der beiden wehgetan habe, erklärte einer der Universum-Anwälte. «Beide Seiten sind zufrieden. Die Sache ist vom Tisch», sagte Kohl. «Jeder kann jetzt in Ruhe machen, was er möchte.»

Sturm und Universum hatten sich über die Laufzeit ihres Vertrages gestritten. Der 31 Jahre alte Profi aus Leverkusen hatte den Kontrakt zum 19. November 2009 gekündigt, Universum hingegen beharrte auf einer Option für eine dreijährige Vertragsverlängerung bis 2012. Dagegen war der WBA-Superchampion im Mittelgewicht, der von 36 Profi- Kämpfen 33 gewonnen hat, vor Gericht gezogen.

Seither vermarktet sich der 31 Jahre alte Boxer bosnischer Abstammung, der mit bürgerlichem Namen Adnan Catic heißt und so auch bei Gericht geführt wird, eigenständig. Sturm, der in Köln ein eigenes Gym betreibt, will am 4. September seinen ersten Kampf in Eigenregie veranstalten. Der Gegner steht noch nicht fest.

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