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Hamburg

Trainer Wegner: Abraham ist so überheblich

dpa

Box-Trainer Ulli Wegner hat in ungewöhnlicher Schärfe seinen Schützling Arthur Abraham kritisiert und die weitere Zusammenarbeit infrage gestellt.

«Er ist so überheblich, hat so vielen Menschen wehgetan, die nicht nach seiner Pfeife getanzt haben», sagte Wegner der «Welt» und fuhr fort: «Arthur besitzt keine reale Einschätzung seines Leistungsvermögens und seiner Persönlichkeitsentwicklung. Er sucht die Fehler nur bei anderen. Er soll ehrlich zu sich sein, sonst ist es sinnlos, dass wir weiter zusammenarbeiten.»

Supermittelgewichtler Abraham hatte im WM-Kampf vor drei Wochen eine desolate Vorstellung gegen Titelverteidiger Carl Froch aus Großbritannien gezeigt und deutlich nach Punkten verloren. «Das Schlimmste ist, dass er nicht begriffen hat, was er nicht nur uns allen aus dem Sauerland-Boxstall, sondern auch sich selber angetan hat», sagte Wegner. Der 68-Jährige forderte, Abraham solle von seinem Thron runterkommen.

Ein Vier-Augen-Gespräch mit dem 30 Jahre alten Ex-Weltmeister habe es noch nicht gegeben, sagte Wegner und vermutete, dass er keinen Einfluss mehr auf den gebürtigen Armenier habe. Seinen Vorschlag, vor dem Halbfinale gegen den Amerikaner Andre Ward im nächsten Frühjahr einen Aufbaukampf zu bestreiten, habe Abraham mit der Frage gekontert, was er dafür bekomme. Abraham, so Wegner, stehe «an einem Scheideweg in seinem Leben».

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