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    Makarov und Härtel gewinnen Chemiepokal-Turnier

    Die deutschen Amateurboxer haben die heiße Phase in der Olympia-Qualifikation mit zwei Turniersiegen beim Chemiepokal in Halle (Saale) eingeläutet.

    Sieger
    Denis Makarov hat beim Chemiepokal das Finale gewonnen.
    Foto: Sergei Ilnitsky - DPA

    Denis Makarov aus Velbert und der Berliner Stefan Härtel sorgten vor rund 500 Zuschauern im Maritim-Hotel für die Höhepunkte aus deutscher Sicht.

    Ex-Europameister Makarov bezwang den den Asiensieger Orzubek Shaimow aus Ubeskistan. Weil die Punktmaschine während des Kampfes ausgefallen war, hieß das manuell ermittelte Urteil nur 4:1. «Der Chemiepokal war nur eine Durchgangsstation für mich. Ich will zur Olympia-Qualifikation in die Türkei und es dort schaffen. Ein Sieg in Halle ist schon eine gute Visitenkarte», sagte Makarov.

    Der 24-jährige Härtel gab im Mittelgewicht den Ton an und gewann gegen den brasilianischen WM-Dritten Esquiva Florentino mit 15:9. Dagegen verpassten Hamza Touba aus Neuss und Arayk Marutyan aus Schwerin den Turniersieg. Marutyan unterlag dem dreifachen Weltmeister Serik Sapijew aus Kasachstan mit 15:19 im Weltergewicht. Touba verlor im Halbfliegengewicht gegen den russischen Vizeeuropameister Belik Galanow knapp mit 11:12.

    Bislang haben sich drei deutsche Athleten für einen Olympia-Start qualifiziert: Erik Pfeifer (Lohne/Superschwergewicht), Enrico Kölling (Berlin/Halbschwergewicht) und Härtel. Weitere sollen folgen. Der DBV will demnächst festlegen, wer aufgrund der Turnierleistungen beim letzten Olympia-Ausscheid im April im türkischen Trabzon an den Start gehen darf. «Weitere drei Männer nach London zu bringen, das ist mein Wunsch», sagte Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen Boxsportverbandes (DBV).

    Der Präsident lobte den Chemiepokal als «Mini-WM und weltweit bestes Turnier. Da trifft schon in der Vorrunde Weltklasse aufeinander», meinte Kyas. Bei der 39. Auflage waren 118 Boxer aus 22 Ländern am Start, darunter Weltmeister und Olympiasieger. Enttäuscht hatten der ehemalige EM-Dritte Eugen Burhard (Osnabrück) und Stefan Köber aus Frankfurt (Oder), die frühzeitig ausgeschieden waren.

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