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    Harutyunyan mit Auftaktsieg: „Ich will Weltmeister werden“

    Drei deutsche Boxer sind am dritten Tag der WM in Hamburg ins Viertelfinale vorgestoßen. Darunter Vorzeige-Athlet Harutyunyan. Der Hamburger hat einen Plan. Zwei Kämpfer der Gastgeber schieden aus.

    WM in Hamburg
    Die AIBA World Boxing Championships finden vom 25. August bis 2. September in Hamburg statt.
    Foto: Christophe Gateau - dpa

    Hamburg (dpa). WM-Botschafter und Medaillenhoffnung Artem Harutyunyan hat sich nach dem ersten Kampf festgelegt. „Mein Plan ist klar. Ich will Weltmeister werden. Die erste Hürde ist geschafft“, sagte der Olympia-Dritte von Rio.

    Mit einem einstimmigen Sieg ist der Hamburger in seiner Heimatstadt ins Weltchampionat der Amateurboxer gestartet. Der Halbweltergewichtler besiegte den englischen Vize-Europameister Luke McCormack klar mit 5:0 Punktrichterstimmen. Sein nächster Rivale ist im Viertelfinale Asienmeister Ikboljon Kholdarov aus Usbekistan.

    „Mein Gegner war ein zäher Hund. Respekt. Es hat mich selbst überrascht, dass ich so spritzig war“, sagte der gebürtige Armenier, der im Baby-Alter mit seiner Familie als Flüchtling nach Deutschland gekommen war. „Ich habe McCormack einmal zu Boden gehauen, aber er wurde nicht angezählt“, meinte der letzte Weltmeister des nicht mehr existenten Profiverbandes APB.

    Das Viertelfinale erreicht haben auch Halbfliegengewichtler Salah Ibrahim aus Münster und der Berliner Omar El-Hag im Bantamgewicht. Igor Teziev aus Esslingen im Schwergewicht und Mittelgewichtler Silvio Schierle aus Saalfeld sind dagegen ausgeschieden.

    Ibrahim bezwang in seinem ersten Kampf den Kenianer Shaffi Hassan mit 5:0 Punkrichterstimmen. Der 19-Jährige ist mit 1,74 Meter ein ungewöhnlich großer Boxer für das Limit bis 49 Kilogramm Körpergewicht und hat deshalb zumeist Reichweitenvorteile. In der ersten Runde hatte er ein Freilos. „Ich hatte den Auftrag, den Kenianer nicht an mich rankommen zu lassen. Das habe ich erledigt“, sagte der Westfale. Im Viertelfinale trifft der 19 Jahre alte gebürtige Münsteraner mit familiären Wurzeln im nordafrikanischen Eritrea auf den Titelverteidiger und Olympia-Dritten Joahnys Argilaros aus Kuba.

    Seinen zweiten Kampf gewann der Berliner Omar El-Hag. Der 23-Jährige setzte sich gegen den Japaner Ryomei Tanaka mit 3:2 durch. Im Viertelfinale hat er es mit dem Kasachen Kairat Jeralijew zu tun. „Dann bin wieder richtig fit“, meinte der Fünfte der Europaspiele von Baku.

    Schierle hatte gegen den starken Kasachen Abilchan Amankul keine Chance und musste sich glatt mit 0:5 geschlagen geben. Ähnlich erging es Igor Teziev. Der Schwergewichtler scheiterte ebenfalls mit 0:5 Stimmen überraschend am Neuseeländer David Nyika. Der gebürtige Russe war eigentlich im Viertelfinale erwartet worden.

    Drei angolanische Boxer haben sich in Hamburg von ihrer Mannschaft abgesetzt und wollen in einem europäischen Land um politisches Asyl bitten, hat die Leitung des afrikanischen Teams mitgeteilt. Vermutet wird, dass das Trio nach Frankreich will. Dort sollen Verwandte der Boxer leben. Die komplette angolanische WM-Mannschaft bestand aus den drei verschwundenen Kämpfern im Halbschwer-, Schwer- und Superschwergewicht.

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