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    Hamburg

    Ex-Weltmeister Maske fordert „runden Tisch des Boxens“

    Der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske beklagt fehlende Strukturen und mangelnden Leistungsgedanken im deutschen Boxen. „Die Reste der DDR sind aufgebraucht, was Strukturen, Leistungsgedanken und Trainer betrifft“, sagte Maske der „Bild am Sonntag“.

    Henry Maske
    Beklagt fehlende Strukturen im deutschen Boxsport. Ex-Weltmeister Henry Maske.
    Foto: Henning Kaiser - dpa

    Als Beispiel nannte er Marco Huck. Dem Cruisergewichtler, der eine Woche zuvor gegen den ukrainischen Weltmeister Oleksandr Usyk sang- und klanglos verloren hatte, fehle es „an Grundlagen, Kontinuität und bestimmt auch am richtigen Trainer“.

    Maske forderte, dass die Boxer ihre Persönlichkeit stärker herausstellen müssten. Als Beispiel nannte er Weltmeister Tyron Zeuge. Nach seiner jüngsten Titelverteidigung sei „von Meister Zeuge nichts mehr zu hören“ gewesen. „Ein Weltmeister, den kaum jemand kennt“, kritisierte der Olympiasieger von 1988. Harte, langfristige Arbeit sei erforderlich, um das Publikum zu begeistern. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass die Leute sagen: Diesen Kampf muss ich mir unbedingt anschauen, ich will dabei sein. Dieser Boxer, diese Person bewegt mich“, meinte Maske.

    Der 53 Jahre alte Geschäftsmann bietet dem Boxsport seine Hilfe an. „Ein großer runder Tisch des Boxens, ein Boxgipfel wäre auch eine Möglichkeit, Ideen und Erfahrungen auszutauschen“, meinte Maske. „Im Boxen kommt es mir so vor, dass jeder Angst hat, er kommt zu kurz. Jeder arbeitet für sich. Man muss aufeinander zugehen.“

    Interview "Bild am Sonntag" (kostenpflichtig)

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