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    Box-Europameister Baraou verpasst WM-Finale

    Aus der Traum vom WM-Gold. Abass Baraou hat das Finale verpasst. Der Oberhausener war tief unglücklich, musste von Teamkameraden getröstet werden. Immerhin bleibt eine Bronzemedaille.

    Finale verpasst
    Abass Baraou (l) kämpft in seinem Halbfinale gegen den Kubaner Roniel Iglesias.
    Foto: Christophe Gateau - dpa

    Hamburg (dpa). Der große Traum von Europameister Abass Baraou bleibt unerfüllt. Der 22 Jahre alte Oberhausener hat bei der WM der Amateurboxer sein Halbfinale im Weltergewicht (bis 69 kg) gegen London-Olympiasieger und Ex-Weltmeister Roniel Iglesias aus Kuba mit 1:4 Punktrichterstimmen verloren.

    Damit bleibt es für die zehnköpfige Staffel des Deutschen Boxsport-Verbandes bei einer Bronzemedaille. „Ich bin sehr traurig, dass es nicht geklappt hat. Er war sehr gut eingestellt und einfach besser“, sagte der erschöpfte Baraou.

    Mit der Halbfinalniederlage hat der in Berlin von Ralf Dickert trainierte Boxer den größten Erfolg für den deutschen Verband seit acht Jahren verpasst. Letzter Weltmeister war 2009 der Darmstädter Jack Culcay, ebenfalls im Weltergewicht. „Ich hoffe, ich habe niemanden enttäuscht. Ich wollte doch Weltmeister werden“, flüsterte der geschlagene Baraou und konnte seine Tränen nicht verbergen. Erst nach aufmunternden Worten von Mannschaftskamerad Artem Harutyunyan gestand der diesjährige Chemiepokal-Sieger: „Über Bronze freue ich mich sehr. Ich habe sehr viel erreicht. Aber ich brauche ein paar Tage, um die Enttäuschung wegzustecken.“

    Der in Aalen geborene Sohn togoischer Eltern hatte erst vor zwei Monaten beim kontinentalen Championat in Charkiw den EM-Titel gewonnen und sich unmittelbar nach dem Erfolg den WM-Titel als Ziel gesetzt. „Ich wollte unbedingt Gold“, meinte Baraou.

    Vor 2500 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg mühte sich der dreimalige deutsche Meister in seinem Gefecht gegen den erfahrenen Kubaner. Doch der sieben Jahre ältere Rivale setzte die gezielteren Schläge und traf häufiger. „Heute hat sehr viel gefehlt“, meinte Baraou.

    Stärkste Boxnation ist erneut Kuba, das sieben Faustkämpfer in die zehn Finals am Samstag brachte. Es folgt Usbekistan mit vier Boxern.

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