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    BerlinNoch später in Rente? Versicherungschef stößt neue Debatte über Eintrittsalter an

    Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Axel Reimann, hat gefordert, über den weiteren Anstieg des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus ab 2031 zu debattieren. "Zu den Stellschrauben, über die zu diskutieren sein wird, gehört neben dem Rentenniveau, dem Beitragssatz und dem Bundeszuschuss aus Steuermitteln sicher auch das Renteneintrittsalter", sagte Reimann unserer Redaktion.

    Foto: Gero Breloer/dpa

    Von unserer Berliner Korrespondentin Birgit Marschall

    "Man muss schauen, ob das Renteneintrittsalter - wie jetzt in der Phase bis 2031 - auch danach weiter angehoben werden muss", sagte der Renten-Chef. "Schließlich steigen auch die Lebenserwartung und damit die zu erwartenden Rentenbezugszeiten", argumentierte Reimann. "Das sollte man aber erst entscheiden, wenn eine einigermaßen verlässliche Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Rahmenbedingungen vorliegt", fügte er hinzu. "In jedem Fall sollte alles dafür getan werden, um die Beschäftigung auf einem hohen Stand zu halten."

    Im Zuge einer nächsten Rentenreform müsse es auch um die Beitragsbegrenzung in der Zeit nach 2030 gehen, forderte Reimann. "Bisher haben wir Leitplanken für die Zeit bis 2030. Auch für die Zeit danach brauchen wir solche Leitplanken sowohl für das Rentenniveau als auch für den Beitragssatz", sagte Reimann. "Das ist aus meiner Sicht wichtig, damit in der Gesellschaft die Akzeptanz für die gesetzliche Rente auch auf lange Sicht bestehen bleibt." Er forderte zudem Maßnahmen gegen Altersarmut von Selbstständigen, Geringverdienern, Langzeitarbeitslosen und Erwerbsgeminderten.

    Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte bisher nur davon gesprochen, dass es eine "Haltelinie" nach unten beim künftigen Rentenniveau geben müsse. In einem "Rentendialog" will Nahles am Dienstag mit den Sozialpartnern und Rentenexperten wie Reimann oder dem früheren Wirtschaftsweisen-Chef Bert Rürup über notwendige Schritte zur Sicherung der Rente für künftige Generationen beraten. Eine große Rentenreform noch in dieser Legislaturperiode gilt allerdings als ausgeschlossen.

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