Archivierter Artikel vom 18.02.2011, 13:03 Uhr

Wohnhausbrand in Rückeroth im Westerwald – Vier Tote – Familie Feuer Brand

Rückeroth/Westerwald – Drama in Rückeroth im Westerwald: Ein Familie mit zwei Kindern ist am Freitagmorgen ausgelöscht worden. Brandstiftung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

Der Brand war am Freitagmorgen gegen halb acht von vorbeifahrenden Autofahrern der Feuerwehr gemeldet worden.

Sascha DITscher

In dem ausgebrannten Haus war zunächst ein lebloser Körper entdeckt worden.

Natalie Simon

Außerdem sprechen laut Kripo Montabaur die Gesamtsituation am Brandort sowie eine Vielzahl weiterer eindeutiger Belege für diese These.

Sascha Ditscher

Drei Pferde standen auf dem Gelände.

Thomas Frey, dpa

Alle haben den Brand unbeschadet überstanden.

Sascha Ditscher

Sascha Ditscher

Sascha Ditscher

Sascha Ditscher

Sascha Ditscher

Der Brand war gegen 7.26 Uhr von mehreren Autofahrern gemeldet worden; die L 306 führt direkt an der qualmenden Unglücksstelle in dem kleinen 540-Einwohner-Ort vorbei.

Natalie Simon

Zunächst hoffte man noch, dass sich alle vier auf ihren Arbeitsstellen oder in der Schule befinden.

Sascha Ditscher

In dem unverputzten Haus neben einer großen Reitanlage lebten ein 53-jähriger Mann, seine 44-jährige Frau und die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, 10 und 13 Jahre alt.

dpa

Der Mann ist Pächter einer Tankstelle im Nachbarort Mündersbach.

Natalie Simon

Zunächst musste die Feuerwehr das Haus löschen, das beim Eintreffen voll brannte.

Natalie Simon

In Rückeroth fürchteten die Menschen schnell das Schlimmste.

Natalie Simon

Ein Feuer in Rückeroth kostet Menschenleben.

Natalie Simon

An einen Rettungseinsatz im Inneren des Gebäudes war zunächst wegen großer Gefahr fürs eigene Leben nicht zu denken.

Sascha Ditscher

Nach dem Löschen entdeckten die Retter einen ersten leblosen Körper im Haus.

Sascha Ditscher

Gegen Freitag Mittag war es klar: Man fand drei weitere Leichen.

Sascha Ditscher

Alle vier Mitglieder der Familie sind tot.

Sascha Ditscher

Die Einsatzkräfte deckten auch das Dach ab, um den Brand bekämpfen zu können.

Natalie Simon

An einen Rettungseinsatz im Inneren des Gebäudes war wegen großer Gefahr fürs eigene Leben nicht zu denken.

Thomas Frey, dpa

Beim Löscheinsatz machten Einsatzkräfte die erste grausige Erkenntnis: Ein erster lebloser Körper wurde gefunden.

dpa

Die Einsatzkräfte hatten kaum Hoffnung, dass die anderen Vermissten noch lebten.

Sascha Ditscher

Um kurz nach 12.30 Uhr kam dann von der Polizei die Bestätigung: Vier Menschen in dem Haus sind tot.

Sascha Ditscher

Identifiziert sind die Opfer noch nicht, sie konnten auch noch nicht geborgen werden.

Thomas Frey, dpa

Nachbarn berichten, sie seien durch einen lauten Knall am Morgen aufgeschreckt worden.

Sascha Ditscher

Wie die Feuerwehr in einer ersten Pressekonferenz aber kommentiert, sei dies noch kein Hinweis auf die mögliche Brandursache.

Sascha DITscher/dpa

Wie nun klar geworden ist, waren die Frau (44), die 14-jährige Tochter, ihr 10 Jahre alter Bruder und der 53-jährige Familienvater zu diesem Zeitpunkt bereits längst tot.

Sascha Ditscher

Auch für die zwei gefundenen Benzinkanister im Bereich des Carports könne es vollkommen harmlose Erklärungen geben.

dpa

Die Feuerwehr war mit 60 Helfern an der Unglücksstelle. Neben Polizei und DRK waren früh auch Notfallseelssorger am Ort.

dpa

Rückeroth/Westerwald – Drama in Rückeroth im Westerwald: Ein Familie mit zwei Kindern ist am Freitagmorgen ausgelöscht worden.

Nachdem Rettungskräfte in dem ausgebrannten Haus zunächst einen leblosen Körper entdeckten, wurden bald darauf die Leichen des 53-jährigen Vaters, der 44-jährigen Mutter, der Tochter (13) und des Sohnes (10) gefunden.

Hier warteten am Freitagmorgen die Angestellten vergeblich auf ihren Chef: Der gestorbene Familienvater war Pächter der Tankstelle mit angeschlossener Kfz-Werkstatt.
 
Hier warteten am Freitagmorgen die Angestellten vergeblich auf ihren Chef: Der gestorbene Familienvater war Pächter der Tankstelle mit angeschlossener Kfz-Werkstatt.
Foto: Thorsten Ferdinand

Der Brand war am Freitag gegen 7.26 Uhr von mehreren Autofahrern gemeldet worden; die L 306 führt direkt an der qualmenden Unglücksstelle vorbei. Drei Pferde auf dem Gelände haben den Brand unbeschadet überstanden. Brandstiftung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen; über Hintergründe des Unglücks kann noch nichts Konkretes berichtet werden.

Hat sich hier ein Familiendrama abgespielt?: Feuerwehrleute unstersuchen das völlig zerstörte Haus in Rückeroth im Westerwald, in dem vier Menschen starben.
Hat sich hier ein Familiendrama abgespielt?: Feuerwehrleute unstersuchen das völlig zerstörte Haus in Rückeroth im Westerwald, in dem vier Menschen starben.

In dem seit zehn Jahren unverputzten Haus neben einer großen Reitanlage lebten zwei Erwachsene und die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, 10 und 13 Jahre alt. Zunächst hoffte man noch, dass sich alle vier auf ihren Arbeitsstellen oder in der Schule befinden. Allerdings ergaben Nachfragen dort keine Spur von ihnen.

Vor der Tankstelle warteten die Angestellten vergeblich auf ihren Chef

Der Mann ist Pächter einer Tankstelle im Nachbarort Mündersbach. Vor der Tür der angeschlossenen Werkstatt warteten am Morgen die Angestellten vergeblich auf den Arbeitsbeginn. Statt ihres Chefs erschien ein Polizeiwagen mit Beamten, die nach dem Mann fragten. Denn zu diesem Zeitpunkt stand fünf Kilometer weiter in Rückeroth das Wohnhaus in hellen Flammen. Dort fürchteten die Menschen schnell das Schlimmste.

Zunächst musste die Feuerwehr das Haus löschen, das beim Eintreffen voll brannte. Die Einsatzkräfte deckten auch das Dach ab, um den Brand bekämpfen zu können. An einen Rettungseinsatz im Inneren des Gebäudes war wegen großer Gefahr fürs eigene Leben nicht zu denken.

Beim Löscheinsatz machten Einsatzkräfte die erste grausige Erkenntnis: Ein erster lebloser Körper wurde gefunden. Die Einsatzkräfte hatten kaum Hoffnung, dass die anderen Vermissten noch lebten. Um kurz nach 12.30 Uhr kam dann von der Polizei die Bestätigung: Vier Menschen in dem Haus sind tot. Identifiziert sind die Opfer noch nicht, sie konnten auch noch nicht geborgen werden.

Nachbarn berichten, sie seien durch einen lauten Knall am Morgen aufgeschreckt worden. Wie die Feuerwehr in einer ersten Pressekonferenz aber kommentiert, sei dies noch kein Hinweis auf die mögliche Brandursache. Wenn ein Gebäude derartig in Flammen steht, dann gebe es unvermeidlich Knall-Geräusche und kleinere Explosionen.

Auch für die zwei gefundenen Benzinkanister im Bereich des Carports könne es vollkommen harmlose Erklärungen geben. Die Feuerwehr ist mit 60 Helfern an der Unglücksstelle. Polizei und DRK sind ebenfalls im Einsatz. Früh waren auch Notfallseelssorger am Ort.

Drei Pferde überlebten Brand unbeschadet

Mittlerweile steht von dem Neubau nur noch ein Gerippe. Im rechten Winkel zu dem Wohnhaus schließt sich eine Reitanlage mit Stallungen an, in dem zum Zeitpunkt des Brandes drei Pferde untergebracht waren. Den Tieren geht es gut; sie haben das Feuer unbeschadet überstanden und werden von ihrem gewohnten Pfleger versorgt.

Früher einmal soll die Reitanlage bedeutend belebter gewesen sein, erzählten Nachbarn. Der eine oder andere hatte sein Pferd dort eingestellt, doch inzwischen scheint es ruhiger in den Ställen geworden sein.

Ermittler schließen Brandstifung «mit hoher Wahrscheinlichkeit» aus

Eine Brandstiftung durch Außenstehende schlossen die Ermittler «mit hoher Wahrscheinlichkeit» aus. Damit blieben im Umkehrschluss ein technischer Defekt als Ursache oder eine – fahrlässige oder vorsätzliche – Brandstiftung durch einen Hausbewohner. Frühestens in der kommenden Woche rechnen die Ermittler mit einem Ergebnis der Ursachensuche.

Innenminister Bruch kam an den Ort des Unglücks

Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers zog noch Rauch aus dem Gebäude. Die Feuerwehr riss einen Teil des Daches auf, um die Flammen besser bekämpfen zu können. Von dem unverputzten Haus, das aber schon mehr als zehn Jahre alt sein soll, blieb nur eine einsturzgefährdete Ruine übrig. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) suchte noch am Freitag den Brandort auf, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Wir berichten laufend über das weitere Geschehen.

Die Familie scheint in der kleinen Gemeinde fest verwurzelt gewesen zu sein. Nachbarn und Bekannte verfolgten mit großer Anteilnahme das Geschehen rund um das Anwesen am Rand des Ortes.