Archivierter Artikel vom 15.12.2019, 15:52 Uhr
Düsseldorf

17. Spieltag der 2. Liga

Wieder kein HSV-Sieg – Nürnberg verspielt Sieg

Dem HSV droht zum Ende der Hinserie der Sturz aus den direkten Aufstiegsrängen der 2. Liga. Zum dritten Mal in Serie blieb das Hecking-Tam am Sonntag sieglos. Einen gewaltigen Rückschlag kassierte auch Absteiger Nürnberg, der gar seit neun Spielen ohne Erfolg ist.

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Chance
Hamburgs Bakery Jatta scheitert an Sandhausens Torwart Martin Fraisl.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Düsseldorf (dpa). Der Hamburger SV kann in der 2. Fußball-Bundesliga nicht mehr gewinnen. Lukas Hinterseer rettete dem Aufstiegsaspiranten mit seinem Tor zum 1:1 (0:1) beim SV Sandhausen (75. Minute) immerhin noch einen Punkt nach zuvor zwei Niederlagen.

Unentschieden
Der Nürnberger Torschütze Asger Sörensen (2.v.r.) jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 1:0.
Foto: Daniel Karmann – dpa

Durch das dritte sieglose Spiel am Stück droht das Team von Trainer Dieter Hecking am Montag aber erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder aus den direkten Aufstiegsrängen zu fallen. Dann könnte der VfB Stuttgart mit einem Sieg beim SV Darmstadt den HSV von Platz zwei verdrängen.

Torschütze
Osnabrücks Torschütze Moritz Heyer (l) feiert seinen Treffer zum 1:0 gegen Dresen mit Kevin Friesenbichler.
Foto: Friso Gentsch – dpa

Alexander Schirow (39.) hatte Sandhausen trotz HSV-Überlegenheit in Führung gebracht. Die Hamburger ließen in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen und wirkten nach dem Wechsel zunächst wie gelähmt. Erst spät drehte der Favorit noch einmal auf und verdiente sich den Punkt. „Wir haben sehr engagiert gespielt und alles versucht. Im Moment will der Ball einfach nicht rein. Das ist kein Unvermögen. Wir haben die Qualität“, sagte Hecking bei Sky.

Heimsieg
Die Pauli-Profis um Ryo Miyaichi, Victor Gyökeres und Leo Östigärd (l-r) gewannen gegen Wehen Wiesbaden.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Unangetastet an der Tabellenspitze steht Herbstmeister Arminia Bielefeld, der am Samstag beim 0:0 beim Tabellenvierten Heidenheim einen Punkt ergatterte. Als einziges Team blieben die Arminen in der Hinserie ohne Auswärtsniederlage. Neben den Bielefeldern ist Aufsteiger VfL Osnabrück die größte Überraschung der Hinserie.

Nullnummer
Der Bielefelder Jonathan Clauss (r) geht mit hohem Bein in den Zweikampf mit Robert Leipertz vom 1. FC Heidenheim.
Foto: Tom Weller/dpa

Das Team von Trainer Daniel Thioune besiegte am Sonntag den Tabellenletzten Dynamo Dresden mit dem neuen Trainer Markus Kauczinksi mit 3:0 (1:0). Moritz Heyer (41.), Niklas Schmidt (54.) und Bashkim Ajdini (78.) schossen die Niedersachsen auf Platz fünf der Tabelle und nur noch vier Punkte an den HSV heran.

Kantersieg
Die SpVgg Greuther Fürth feierte beim KSC einen klaren Auswärtssieg.
Foto: Uli Deck/dpa

Im Tabellenkeller verspielte Absteiger 1. FC Nürnberg spät einen ganz wichtiger Sieg beim 2:2 (1:0) gegen Holstein Kiel. Trainer Jens Keller stand nach dem 2:0 durch Tore von Asger Sörensen (38.) und Robin Hack (67.) schon kurz vor dem ersten Sieg seit seinem Amtsantritt vor einem Monat. Janni Serra (77.) und Stefan Thesker in der Nachspielzeit (90.+3) schockten die Franken indes noch. „Im Fußball gehört auch immer etwas Glück mit dazu“, haderte Keller nach dem neunten sieglosen Spiel der Nürnberger in Serie. Dabei hatte Club-Keeper Felix Dornebusch sogar einen schwach geschossenen Foulelfmeter des Kielers Salih Özcan (42.) gehalten. Mit nur 16 Punkten zum Ende der Hinserie bleibt Nürnberg auf dem Relegationsrang vor Wehen Wiesbaden (14) und Dresden (13).

Am Samstag hatte der FC St. Pauli mit dem 3:1 (1:0) gegen den Vorletzten SV Wehen Wiesbaden für „totale Erleichterung“ bei seinem Coach Jos Luhukay gesorgt. Die Hamburger siegten erstmals nach acht Spielen. Tristen Weihnachten blicken indes Absteiger Hannover 96 und Aufsteiger Karlsruher SC entgegen. Der KSC, der mit drei Siegen stark in die Saison gestartet war, ging am Samstag mit 1:5 (1:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth unter und rutscht zum Hinrunden-Ende immer weiter ab. Das gilt auch für Hannover, das nach zwei Siegen wieder zurück im Abstiegskampf ist. „Das ist brutal ärgerlich“, sagte 96-Sportchef Jan Schlaudraff nach dem 1:2 (0:2) am Freitag beim VfL Bochum.

Spieltag 2. Bundesliga

Tabelle 2. Bundesliga