Archivierter Artikel vom 06.11.2011, 09:30 Uhr

Volleyball-Frauen im Plan – Lob vom Olympiasieger

Nagano (dpa). Zwei erhoffte Siege, eine erwartete Niederlage – die deutschen Volleyball-Frauen sind beim Olympia-Qualifikationsturnier in Japan voll auf Kurs. Nun wird es aber Ernst: Am Dienstag steht die EM-Revanche gegen Serbien an – fast schon ein Endspiel.

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DVV-Coach
Bundestrainer Giovanni Guidetti (M) und seine Volleyballerinnen haben gegen Brasilien verloren.
Foto: Everett Kennedy Brown – DPA

Nach dem starken Start DVV-Frauen in die Qualifikation für London 2012 kam das größte Lob vom Olympiasieger. «Das deutsche Team wird von Tag zu Tag stärker und kann in diesem Turnier wirklich viel erreichen», sagte Brasiliens Cheftrainer José Roberto Guimarães nach dem durchaus mühevollen 3:1-Sieg gegen die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). Zwar verpassten Angelina Grün und Co. nach ihren Auftaktsiegen gegen Kenia und Südkorea die Sensation, doch der mutige Auftritt ließ vor den nächsten Aufgaben beim Mammutturnier Weltcup in Japan hoffen.

«Wir sind in einer guten Form und haben noch viele Spiele vor uns. Damit ist dieser Weltcup für uns noch völlig offen», sagte Rückkehrerin Grün nach dem durchaus schwierigen Auftakt-Wochenende in Nagano. Keinerlei Vorbereitungszeit hatte die Auswahl von Bundestrainer Giovanni Guidetti, direkt aus den Vereinen ging es für die Spielerinnen zum Flughafen und ab nach Fernost. Klagen wollte der Italiener aber nicht. «Nach meiner Philosophie ist das kein Problem für mich, weil es keine andere Lösung dafür gab. Fertig.»

Lieber knüpften die Frauen um Spielführerin Margareta Kozuch dort an, wo sie bei der EM vor einem Monat mit ihrem sensationellen zweiten Platz aufgehört hatten. Gegen Afrikameister Kenia gab es zum Auftakt ein 3:0 (25:19, 25:14, 25:8). Auch das Team Südkoreas, gegen das die DVV-Frauen im Sommer beim Grand Prix noch verloren hatten, wurde mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:15) in die Schranken verwiesen.

Gegen Brasilien hatte das deutsche Team beim 1:3 (21:25, 25:23, 23:25, 21:25) sogar die Chance, die Südamerikanerinnen richtig zu ärgern. Doch am Ende kam es wie erwartet. Und Guidetti war alles andere als unzufrieden: «Insgesamt gesehen haben wir eine Leistung geboten, die auf dem gleichen Level war wie von der Nummer Eins der Welt. Deswegen bin ich nicht ganz so traurig, denn ich weiß, was mein Team in diesem Turnier noch leisten kann.»

Am besten schon am Dienstag, denn dann steht fast schon ein kleines Endspiel für die DVV-Frauen an. Gegner ist dann Europameister Serbien, gegen den Grün und Co. vor einem Monat unglücklich in fünf Sätzen den Titel verpasst hatten.