Archivierter Artikel vom 29.10.2020, 12:41 Uhr
Berlin

Corona-Maßnahmen

Sportpolitikerin Freitag: „Teile die Enttäuschung“

Die Sportausschussvorsitzende des Bundestages hat Verständnis für die Enttäuschung im deutschen Sport über die von der Politik beschlossenen Corona-Maßnahmen.

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Sportausschuss-Vorsitzende
Dagmar Freitag ist Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag.
Foto: Fabian Strauch/dpa

„Damit keine Zweifel aufkommen: Ich unterstütze aus Gründen des Gesundheitsschutzes die beschlossenen Maßnahmen“, sagte Dagmar Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Dass es dazu kommen musste, hätten diejenigen zu verantworten, die nicht bereit waren, die maßvollen Regelungen wie Alltagsmaske, Hygiene oder Abstand zu respektieren.

„Aber ich verstehe und teile die Enttäuschung und die teilweise herrschende Verzweiflung all derer, die in Kultur, Gastronomie und Sport viel Zeit, Ideen und auch Geld in nachweislich funktionierende Hygienekonzepte investiert haben, aber jetzt dennoch zu den Betroffenen gehören“, betonte die SPD-Politikerin.„ Alle Vereinssportler dürfen sich dafür bei den verantwortungslosen Corona-Leugnern und Partygängern bedanken.“

Wirtschaftlich dürften die Vereine im Breitensport laut belastbaren Umfragen „einigermaßen gut durch die Krise“ gekommen sein, vor allem dank des Engagements der Ehrenamtlichen. „Insofern bin ich zuversichtlich, dass auch die kommenden vier Wochen überstanden werden können“, meinte Freitag. Anders sehe es für die Profivereine in ihrem jeweiligen Ligabetrieb aus, die ihre Spiele jetzt wieder als Geisterspiele austragen müssten. „Das tut natürlich auch finanziell erneut weh, insbesondere eben denjenigen, die in hohem Maße von Zuschauereinnahmen abhängig sind“, sagte sie.

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