Archivierter Artikel vom 16.12.2010, 11:42 Uhr
Mainz

Rheinland-Pfalz: Die nachrichtliche Höhepunkte im Mai 2010

Darüber berichteten wir im Mai 2010.

Lesezeit: 3 Minuten
Kontrolle von Bioeiern
Nach Dioxinfunden in Bioeiern und Futtermitteln sind in mehreren Bundesländern zahlreiche Höfe gesperrt worden.

1.5.: Mehr als 12 000 Menschen kommen nach Gewerkschaftsangaben zu den 27 Mai-Kundgebungen des DGB in Rheinland-Pfalz. Zentrale Forderungen sind gerechte Löhne, ein starker Sozialstaat und eine Reglementierung der Finanzmärkte.

3.5.: Das Technik Museum in Speyer ist um eine Attraktion reicher: Mit einem Speziallastwagen wird eine russische Sojus-Landekapsel angeliefert. Damit war der deutsche Astronaut Ulf Merbold 1994 von der russischen Raumstation Mir zur Erde zurückgeflogen.

5.5.: Nachträgliche Geburtstagsfeier von Altkanzler Helmut Kohl (CDU) in Ludwigshafen mit zahlreichen Prominenten. Am selben Tag durchsucht die Mainzer Staatsanwaltschaft wegen der Finanzaffäre der CDU-Landtagsfraktion die Wohnsitze von Christdemokraten. Die Frage ist, ob Fraktionsgeld – also Steuergeld – für Parteiarbeit genutzt und nicht korrekt verbucht wurde.

7.5.: Sieg mit Stroh: Die Künstlergemeinschaft Bernd Bleffert und Herbert Hofer aus Trier gewinnt den Kunstwettbewerb zur Buga 2011. Sie schlägt für drei Standorte am Rhein Rauminstallationen mit insgesamt 502 Strohballen vor. Das soll Verwandlung symbolisieren.

7.5.: Wegen des Verdachts auf dioxinbelastete Eier wird ein Legehennenbetrieb im Norden des Landes gesperrt. Der Betrieb hatte Futter erhalten, für das mit Dioxin belasteter Mais aus der Ukraine verwendet worden war.

11.5.: Der gebürtige Elsässer Tomi Ungerer präsentiert erstmals in einer deutschen KZ-Gedenkstätte Kunstwerke zur Besetzung seiner Heimat im Zweiten Weltkrieg. Die Landeszentrale für politische Bildung zeigt im ehemaligen Konzentrationslager Osthofen die Schau „Tomi Ungerer – Gedanken bleiben frei!“.

11.5.: Landau erhält den Zuschlag für die Landesgartenschau 2014. Das Kabinett gibt der Stadt den Vorzug vor Saarburg. Bei beiden Konzepten spielte die Nutzung früherer Militärareale eine zentrale Rolle.

14.5.: Der umstrittene Hochmoselübergang durch Top-Weinlagen wird Thema im Bundestag. Zunächst soll sich der Petitionsausschuss mit der Beschwerde der Bürgerinitiative Pro-Mosel gegen den Bau der Brücke bei Ürzig (Kreis Bernkastel-Wittlich) beschäftigen.

17.5.: Auf die Wormser Synagoge wird ein Brandanschlag verübt. Unbekannte entzünden an mehreren Stellen Feuer, eine Fensterscheibe wird mit einem Molotow-Cocktail eingeworfen. Am Anschlagsort findet die Polizei acht Kopien eines Bekennerschreibens, das in ungelenkem Deutsch Bezug auf den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nimmt.

20.5.: Rund 135 000 Euro soll ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Grünstadt in der Pfalz aus aufgestellten Parkscheinautomaten gestohlen haben. Als Motiv nennt er Geldschwierigkeiten.

21.5.: Nach sechs Wochen endet die neue Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Am Ende zahlen die vier Bieter – die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica 02 und E-Plus – insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Analysten und Ratingagenturen hatten mit wesentlich höheren Einnahmen für die Staatskasse gerechnet.

26.5.: Bei einer Besichtigungstour von Reservisten auf einem Bundeswehrgelände in Trier wird ein 63-Jähriger von einem Panzer angefahren und getötet. Ein 60-jähriger Zivilangestellter soll den Panzer in unmittelbarer Nähe der Gruppe gesteuert haben, als der tödliche Unfall passierte.

28.5.: Ein 23-Jähriger gesteht, dass er in Worms seine Ex-Freundin und seine Oma getötet hat. Die Hintergründe sind zunächst unklar. Der 23-Jährige wird in die Psychiatrie eingewiesen.

29.5.: Größter-Lottogewinn in der Geschichte des Landes: Ein Spieler aus Rheinhessen knackt den Jackpot und räumt rund 10,6 Millionen Euro ab. Er teilt sich den Mega-Gewinn von insgesamt 21,2 Millionen Euro mit einem Mann aus Baden-Württemberg. dpa