Archivierter Artikel vom 18.01.2020, 15:16 Uhr
Sestriere

Riesenslalom

Rebensburg auch in Sestriere ohne Podestplatz

Ein dritter Platz im ersten Lauf machte Viktoria Rebensburg berechtigte Hoffnungen auf den ersten Riesenslalom-Podestplatz des Winters. Mit der Entscheidung in einem hochspannenden Weltcup-Krimi hatte sie dann aber in Sestriere trotzdem nichts zu tun.

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Viktoria Rebensburg
Viktoria Rebensburg kam beim Riesenslalom in Sestriere nicht über Platz sieben hinaus.
Foto: Marco Trovati/AP/dpa

Sestriere (dpa). Im Ziel war Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg die Konsequenz des zweiten Durchgangs sofort klar. Sie schüttelte den Kopf und hob enttäuscht die Arme. Die Durststrecke in ihrer Lieblingsdisziplin Riesenslalom geht weiter.

Als Dritte des ersten Durchgangs fiel sie in einem extrem umkämpften Weltcup-Krimi in Sestriere im Finale noch zurück auf Rang sieben. Die 30 Jahre alte Olympiasiegerin von 2010 wartet damit auch nach dem fünften Saison-Rennen in dieser Disziplin auf einen Podestplatz und seit nun zwei Jahren auf einen Sieg.

„Ich bin einfach zu brav gefahren“, sagte Rebensburg. „Das kann man sich einfach im Riesenslalom nicht erlauben bei der Dichte.“ Ähnlich kommentierte Alpinchef Wolfgang Maier den Auftritt: „Für das Podium ist sie zu wenig am Anschlag gefahren im zweiten Durchgang“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Von außen gesehen was das zu brav gefahren. Es war technisch gut. Aber wenn man nicht hundertprozentig am Limit fährt, hat man keine Chance auf das Podium.“

Er verwies auf die Auftritte der ersten drei: Den Sieg in Italien teilten sich Federica Brignone aus Italien und die zeitgleiche Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei. Mikaela Shiffrin aus den USA kam mit lediglich 0,01 Sekunden Rückstand nur auf Platz drei. „Drei innerhalb einer Hundertstel, wirklich unglaublich“, sagte Brignone dem ORF.

Rebensburg hatte nach dem ersten Lauf durchaus berechtigte Hoffnungen auf den ersten Riesenslalom-Podestplatz in dieser Saison. Sie fuhr nicht perfekt, aber schnell und reihte sich ein auf Rang drei hinter Brignone und Vlhova. Nach Platz 14 in Lienz war das ein Erfolg.

„Ich bin erleichtert“, sagte sie vor dem Finale deshalb. „Das letzte Rennen ist es nicht so locker von der Hand gegangen. Ich bin froh, dass die harte Arbeit der letzten Tage sich ausgezahlt hat und ich das umsetzen konnte, was ich kann. Es geht aufwärts.“ Weite Wege im zweiten Durchgang und fehlende Aggressivität kosteten sie dann aber alle Chancen auf eine Teilnahme an der Siegerehrung.

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