Archivierter Artikel vom 08.08.2022, 13:07 Uhr

Pur ohne Regelsysteme – Moto Morini Seiemmezzo

Zum Ausklang der Saison 2022 baut Moto Morini sein Modellangebot in der Mittelklasse mit zwei Naked Bikes weiter aus.

Von Mario Hommen/SP-X

SP-X/Trivolzio. Die von Moto Morini Ende 2021 vorgestellte Mittelklasse-Naked-Reihe 6½ oder auch Seiemmezzo geht offiziell im September an den Start. Rund 7.600 Euro kostet die etwas schlichtere Version STR, fast 8.000 Euro werden für das Scrambler-Derivat SCR aufgerufen.

Technisch sind beide Seiemmezzo-Varianten identisch. Tragendes Element ist ein Hybrid-Brückenrahmen, der eine Gitterrohr-Konstruktion mit Pressteilen kombiniert. Als Antrieb dient ein flüssiggekühlter Reihenzweizylinder mit 45 kW/61 PS, dessen Kraft via Sechsganggetriebe und Kette ans Hinterrad gelangt. Das trocken 200 Kilogramm schwere Bike erreicht laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Beim Fahrwerk setzt Moto Morini auf eine USD-Gabel vorne sowie eine Alu-Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein fürs Hinterrad. Gebremst wird vorne mit einer Doppelscheibenbremsanlage mit rund 30 Zentimeter Durchmesser, hinten kommt eine kleinere Einzelscheibe zum Einsatz. Abgesehen vom obligatorischen ABS verzichtet die Seiemmezzo auf Assistenz- und elektronische Regelsysteme.

Besonderheiten der Seiemezzo-Familie sind ein LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht sowie eine an der Hinterradnabe befestigte Kennzeichen- und Blinkerhalterung, die zugleich die Schutzblechfunktion übernimmt. Das Cockpit bietet ein großes Farbdisplay.

Mario Hommen/SP-X