Archivierter Artikel vom 20.05.2019, 17:24 Uhr
Wien

Operation Aderlass

NADA Austria rechnet mit kompletter Aufdeckung

Die österreichische Anti-Doping-Agentur (NADA) rechnet mit einem vollen Ermittlungserfolg bei der so genannten Operation Aderlass.

Doping-Skandal
Die österreichische Anti-Doping-Agentur rechnet mit einem vollen Ermittlungserfolg bei der Operation Aderlass.
Foto: H. Schmidt/dpa/Archiv

„Man muss sich keine Sorgen machen, es wird alles aufgedeckt werden“, sagte David Müller, Leiter Information und Prävention in der NADA Austria. Bisher sind im Blutdoping-Skandal, bei dem der Erfurter Arzt Mark S. als mutmaßlicher Drahtzieher gilt, Namen von 21 Sportlern aus acht Ländern und fünf Sportarten bekannt.

Der österreichische NADA-Geschäftsführer Michael Cepic rechnet damit, dass sich die Anzahl der überführten Sportler weiter erhöhen wird. „Namen werden kommen“, so Cepic. Hoffnung macht den Anti-Doping-Spezialisten die schnelle länderübergreifende Zusammenarbeit der Behörden bei den Razzien im Februar während der Nordischen Ski-WM in Seefeld sowie in Erfurt. Anders als im Jahr 2008 bei der sogenannten Humanplasma-Affäre in Österreich konnten die Behörden laut Müller diesmal aktiv ermitteln, da nicht alle Beweise im Schredder gelandet seien.

Die Webseite der NADA Austria