Archivierter Artikel vom 30.06.2020, 10:25 Uhr

Ab Juli

Medizinische Fußpflege jetzt öfter Kassenleistung

Hornhaut abtragen und Nägel bearbeiten – das kann bei bestimmten Erkrankungsbildern schlimmen Entzündungen im Fuß vorbeugen. Künftig können Ärzte häufiger eine podologische Therapie verordnen.

Medizinische Fußpflege
Eine medizinische Fußpflege kann bei Schäden an Haut oder Zehennägeln Entzündungen vorbeugen.
Foto: Ronny Hartmann/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn). Gesetzlich Krankenversicherte haben ab Juli in mehr Fällen Anspruch auf eine medizinische Fußpflege. Ärzte können sie fortan auch bei Schäden an der Fußhaut und Zehennägeln verordnen, die durch ein Querschnittsyndrom oder eine Neuropathie verursacht wurden.

Die podologische Therapie kann nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zukünftig von allen Patientinnen und Patienten in Anspruch genommen werden, bei denen nachweislich eine Schädigung des Fußes bestehe, die mit dem diabetischen Fußsyndrom vergleichbar und auf ähnliche Sensibilitätsstörungen zurückzuführen sei.

Bisher war eine medizinische Fußpflege laut G-BA ausschließlich bei einem diabetischen Fußsyndrom verordnungsfähig.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-615455/2

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