Archivierter Artikel vom 24.04.2013, 07:00 Uhr

Koblenzer Verein erforscht Schicksale – auch für eine virtuelle Ausstellung

Der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, in dem sich auch Richter Joachim Hennig sehr engagiert, initiierte das Mahnmal im Koblenzer Regierungs- und Gerichtsviertel, ganz in der Nähe des früheren Gestapo- und Gerichtsgebäudes und des Gefängnisses. Seit Jahren arbeitet der Verein daran, die Biografien von NS-Opfern zu erforschen und in Ausstellungen die Erinnerung an die Vernichtungsmaschinerie auch zu personifizieren.

Der frühere US-Außenminister Alexander Haig über seinen Protegé
Der frühere US-Außenminister Alexander Haig über seinen Protegé

Auch Täterbiografien geht der Verein nach. Inzwischen sind knapp 100 Personentafeln entstanden, die auch unter einem bestimmten Motto präsentiert werden, wie jetzt im Justizzentrum. Der Verein beteiligt sich auch an den Verlegeaktionen von Stolpersteinen, die an NS-Opfer erinnern. Die Ehrenamtlichen, die ihre Forschung nicht nur auf Koblenz begrenzen, haben auch Dokumentarfilme initiiert. Ganz neu ist die virtuelle Ausstellung über Hugo Salzmann, einen Kommunisten, Gewerkschafter und Künstler aus Bad Kreuznach.

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger würdigt seinen Mentor.
Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger würdigt seinen Mentor.

Sie ist auf der Internetseite des Vereins unter www.mahnmalkoblenz.de zu sehen. Dafür forschte Hennig über Jahre. Sie hat im Netz pro Monat gut 1000 Besucher. Auf die Internetseite des Vereins greifen Interessierte in mehr als 50 Ländern regelmäßig zurück.

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