Archivierter Artikel vom 13.10.2021, 12:07 Uhr

Hyperbike mit Allradantrieb – S-Pedelec VanMoof V

Pedelec-Hersteller VanMoof will Ende 2022 ein High-Speed-Pedelec als Autoalternative für Pendler auf den Markt bringen. „Hyperbike“ nennen die Holländer ihren allradgetriebenen Drahtesel.

Ende 2022 will VanMoof mit dem V sein erstes Highspeed-Pedelec auf den Markt bringen
Ende 2022 will VanMoof mit dem V sein erstes Highspeed-Pedelec auf den Markt bringen

Das V zeichnet sich durch einen typischen VanMoof-Stil aus, zugleich bietet es einige für die Marke neue Designelemente
Das V zeichnet sich durch einen typischen VanMoof-Stil aus, zugleich bietet es einige für die Marke neue Designelemente

SP-X/Amsterdam. Beim Fahrradhersteller Van Moof ist man um selbstbewusste Gesten nicht verlegen. Die Holländer bauen nicht nur E-Bikes nach ihren ganz eigenen Vorstellungen, sie schalten sogar Werbespots im Fernsehen. Und das kräftig expandierende Unternehmen will weiter wachsen. Nächster Schritt soll die Markteinführung eines als Hyperbike bezeichneten S-Pedelecs Ende 2022 sein. Bei dem V genannten Modell handelt es sich um ein E-Bike mit Allradantrieb. Bis zu 60 km/h schnell soll es fahren und mit voraussichtlich rund 3.500 Euro dennoch vergleichsweise günstig sein.

Schick gelöst sind die Integration des Rücklichts sowie die Kinematik der Hinterradfederung
Schick gelöst sind die Integration des Rücklichts sowie die Kinematik der Hinterradfederung

Die Silhouette des High-Speed-Bikes orientiert sich am ikonischen Design der Marke, zugleich fällt als neues Element das kantige Profil des Rahmenrohre ins Auge. Dieses Designthema wird auch von den Holmen der Vordergabel oder der Form des Scheinwerfers aufgegriffen. Letzterer sitzt fest im massiven Lenkervorbau, während im Sattelrohr ein in zehn Segmente unterteiltes Rücklicht steckt. In den Flanken des Oberrohrs befinden sich zusätzliche Leuchtelemente.

MIt Federgabel und großen Reifen dürfte das V einen guten Fahrkomfort bieten
MIt Federgabel und großen Reifen dürfte das V einen guten Fahrkomfort bieten

Weitere Besonderheiten des V sind eine aufgeräumte Optik dank innenverlegter Kabel und Leitungen. Ebenfalls unscheinbar integriert sind die Federelemente des vollgefederten Fahrwerks. Wuchtig wirken die mit voluminösen Reifen bestückten Räder, in deren Mitte vorne wie hinten Nabenmotoren stecken.

Der im Vorbau integrierte Scheinwerfer nimmt das kantige Rohrdesign des Rahmens auf
Der im Vorbau integrierte Scheinwerfer nimmt das kantige Rohrdesign des Rahmens auf

Angetrieben wird das V von zwei Aggregaten. Dank einer intelligenten Steuerung soll der Allradantrieb unter anderem Traktions- und Sicherheitsvorteile bieten. Wie die aktuellen Pedelecs S3 und X3 wird der zweimotorige Antrieb über eine per Knopfdruck abrufbare Turbo-Boost-Funktion sowie über eine automatische Gangschaltung verfügen. Über Leistung der Motoren sowie zu Batteriegröße und Reichweite gibt es Angaben.

Wie viele andere E-Bikes soll das VanMoof V theoretisch deutlich schneller als die vom Gesetzgeber für S-Pedelec erlaubten 45 km/h schnell fahren können. Die in Deutschland für diese Elektrofahrrad-Kategorie geltenden Vorschriften haben bislang allerdings eine größere Verbreitung von S-Pedelecs verhindert. Die VanMoof-Mitgründer Ties und Taco Carlier geben sich jedoch zuversichtlich, dass hier in naher Zukunft die Regeln modernisiert werden. VanMoof will unter anderem in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen Lösungen von Geofencing bis zu überarbeiteten Geschwindigkeitsvorschriften erarbeiten, um so die legale Nutzung von schnellen E-Bikes zu verbessern und deren Status als Autoalternative zu stärken.

Noch befindet sich das V in der Entwicklungsphase, doch bereits Ende 2022 soll das Modell auf den Markt kommen. Reservierungen werden gegen eine Gebühr von 20 Euro entgegengenommen.

Mario Hommen/SP-X