Hohes Sicherheitsrisiko – ADAC warnt vor Kindersitz

Von Mario Hommen, SP-X
Bei den vom ADAC durchgeführten Crashtests mit Dummys zeigte der Kleinkindersitz von Peg Perego gravierende Sicherheitsm
Bei den vom ADAC durchgeführten Crashtests mit Dummys zeigte der Kleinkindersitz von Peg Perego gravierende Sicherheitsmängel. Foto: ADAC

Für Mai plant der ADAC die Veröffentlichung eines neuen Kindersitztests mit 24 Modellen. Vor dem Kauf eines des Testkandidaten warnt der Verkehrsclub schon jetzt.

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SP-X/München. Mehrere Wochen vor der Veröffentlichung eines neuen Kindersitz-Vergleichstests warnt der ADAC vor dem Kauf eines der getesteten Kleinkinder-Modelle. Betroffen sind der Sitz und die Isofix-Station „Viaggio Twist + Base Twist“ des Herstellers Peg Perego.

Bei den vom ADAC durchgeführten Crashtests mit Dummys zeigte der Kleinkindersitz von Peg Perego gravierende Sicherheitsm
Bei den vom ADAC durchgeführten Crashtests mit Dummys zeigte der Kleinkindersitz von Peg Perego gravierende Sicherheitsmängel.
Foto: ADAC

Crashtests mit Dummys, die entgegen der Fahrtrichtung und in Fahrtrichtung angeschnallt waren, zeigten gravierende Sicherheitsmängel. Bei beiden Versuchsanordnungen brach der Stützfuß der Isofix-Basis, zudem löste sich die Sitzschale bzw. brach das Kunststoffgehäuse der Basis. In der Folge schleuderte der Dummy jeweils nach vorne, was laut ADAC im Ernstfall mit einem hohen Verletzungsrisiko verbunden ist.

Aufgrund der Crashtestergebnisse habe der italienische Hersteller die Auslieferung nach Deutschland bereits gestoppt, berichtet der Verkehrsclub. Bislang seien hierzulande nur wenige Sitzschalen ausgeliefert worden. Verbraucher hätten keinen Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch gekaufter Sitze der betroffenen Serie, da das Produkt die gesetzlichen Anforderungen erfülle. Der ADAC rät Verbrauchern, die einen Sitz oder eine Schale gekauft haben, sich an den Kundendienst des Herstellers zu wenden und eine Kulanzregelung zu beantragen.

Mario Hommen/SP-X