Archivierter Artikel vom 24.06.2019, 10:40 Uhr

Gesund durch die Hitze

Hitzewelle: Vier coole Tipps für die heißen Tage

Für die letzte Juniwoche wird eine Hitzewelle in Deutschland erwartet: Saharaluft soll die Temperaturen teils bis fast 40 Grad klettern lassen. Vier Tipps, um gut durch die heißen Tage zu kommen.

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Die haben es gut: : Bei 38 Grad kühlen sich die Monteure eines Messestands für Pools während einer Pause auf dem Gelände der Ostbayernschau in Straubing ab.
Die haben es gut: : Bei 38 Grad kühlen sich die Monteure eines Messestands für Pools während einer Pause auf dem Gelände der Ostbayernschau in Straubing ab.
Foto: dpa

Temperaturen über 30 Grad erfordern Durchhaltevermögen. Mit ein paar Tricks lassen sich sehr heiße Tage jedoch gut und unbeschadet überstehen.

Arbeit bei Hitze: Berufstätige sollten auf leichte Kost setzen. Statt schwer verdaulicher Pommes ist ein Salat die bessere Wahl, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten, erklärt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Werks- und Betriebsärzte. Wo keine Klimaanlage den Arbeitsplatz kühlt, hilft ein Ventilator. Für einen längeren Einsatz sollte man aber auf einen Geräuschpegel von weniger als 45 Dezibel (dB) achten, rät der Tüv Süd. Ein Standventilator ist eine flexible Variante für den ganzen Raum, seine Zugluft kann aber stören. Ein kleiner Tischventilator ist ideal für den Schreibtisch, ein Deckenventilatoren wiederum platz- und energiesparend.

Kühles Zuhause: An heißen Sommertagen sollte morgens nicht zu kurz gelüftet werden. Denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern Wärme, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erläutert. Können sie während des Lüftens in den frischeren Morgenstunden nicht auskühlen, geben sie im Verlauf des Tages ihre Wärme an den Raum ab – der sich ja ohnehin schon aufheizt. Daher gilt der Rat, nicht nur so früh wie möglich die Fenster zu öffnen, sondern auch ausgiebig zu lüften. Tagsüber kann es helfen, die Fenster geschlossen zu halten und die Scheiben zu verdunkeln.

Cool bleiben am Steuer – aber nicht zu sehr: Autofahrer drehen die Klimaanlage besser nicht zu stark auf – grundsätzlich sollte sich die Temperatur innen um nicht mehr als etwa sechs Grad von der Außentemperatur unterscheiden. Als Wohlfühltemperatur nennt der ADAC eine Spanne von circa 22 bis 25 Grad.

Abkühlen am Wasser: Beim Baden sollte man es langsam angehen lassen, rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Wer nach einem Sonnenbad ins Wasser steigt, sollte dies langsam tun oder erst duschen, „auch wenn man dafür vielleicht belächelt wird“, sagt DLRG-Pressesprecher Achim Wiese. Springt man überhitzt ins Wasser, sei das schlecht für den Kreislauf.

Ventilator
Ein Ventilator kann am Arbeitsplatz die Hitze erträglicher machen.
Foto: Wolfram Kastl – dpa

Eltern sollten Kinder zudem nie allein ins Wasser lassen, rät Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Es sei keine gute Idee, wenn Eltern ein Nickerchen machen und sich denken „Mein Kind hat doch das Seepferdchen“. „Ob Pool, Weiher oder Meer: Immer dabei bleiben“, rät Paatz. Nichtschwimmer dürften außerdem nur bis zum Knie ins Wasser. Anderenfalls könne sie zum Beispiel eine Strömung am Meer zu leicht von den Beinen holen. „Das Gefährliche in dem Fall: Der Nichtschwimmer reißt vor Schreck den Mund auf, Wasser schwappt hinein, und er kann nicht einmal mehr rufen.“ dpa

Der Anti-Tipp – so nicht! Nackter Mann in der Tiefkühlabteilung im Supermarkt

Zu viel Hitze: In der Tiefkühlabteilung eines Supermarktes in Hemer im Sauerland hat sich am Samstag ein 32-Jähriger komplett ausgezogen. Als verdutzte Kunden, darunter Kinder, eine Verkäuferin riefen, hatte der Mann aus Hemer zumindest seine Hose wieder an. Auf der Flucht nach draußen schnappte er sich eine Bierdose, trank daraus, und griff nach Bananen.

Bevor der Mann durch den Kassenbereich entkommen konnte, stoppten ihn mehrere Verkäufer. Die Polizei nahm den 32-Jährigen vorübergehend in Gewahrsam, einen Alkoholtest lehnte er ab. Die Behörden ermitteln jetzt wegen räuberischen Diebstahls und exhibitionistischen Handlungen. dpa