Archivierter Artikel vom 11.02.2020, 15:10 Uhr

Neuralgie und Co.

Gesichtsschmerzen haben viele Ursachen

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit – Gesichtsschmerzen eher nicht. Für Betroffene sind sie aber oft eine große Belastung. Wichtig ist dann, die Symptome ganz genau zu beobachten.

Frau hält Hände vors Gesicht
Plötzliche Attacke: Hinter überfallartigen Gesichtsschmerzen steckt vielleicht eine Trigeminusneuralgie.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Krefeld (dpa/tmn). Wer häufiger Schmerzen im Gesicht hat, kann Zeitpunkt und Art der Anfälle schriftlich festhalten. Denn ein solches Schmerztagebuch hilft Ärzten bei der Diagnose – und damit auch bei der korrekten Behandlung der Beschwerden. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN).

Eine häufige Form des Gesichtsschmerz ist zum Beispiel die Trigeminusneuralgie. Die Schmerzattacken sind dabei in der Regel kurz und heftig und meistens auf eine Seite beschränkt. Auslöser sind zum Beispiel Reize wie Kauen, Schlucken oder Zähneputzen. Besonders tückisch: Betroffene sind teils sehr lang beschwerdefrei, bevor die Schmerzen plötzlich und dann gleich mehrmals täglich zurückkehren.

Für Schmerzen im Gesicht sind aber noch andere Ursachen denkbar, darunter auch psychosomatische Probleme. Diese anderen Ursachen werden Angaben der Experten jedoch oft nicht erkannt- im Gegensatz zur Trigeminusneuralgie, die eher zu oft diagnostiziert werde. Eventuell stecken hinter den Beschwerden auch Kopfschmerz-Arten wie der Clusterkopfschmerz, in sehr seltenen Fällen auch eine Migräne ( www.neurologen-im-netz.org).