Leverkusen

29. Spieltag

Funkel-Einstand mit Köln misslingt: Wieder 0:3 in Leverkusen

Zum Einstand von Trainer Friedhelm Funkel kassiert der 1. FC Köln in Leverkusen eine deutliche Schlappe. Den Optimismus verliert er dennoch nicht. Die Bayer-Elf liebäugelt wieder mit der Champions League.

Bayer Leverkusen – 1. FC Köln
Leverkusens Stürmer Leon Bailey (M) juebelt über sein Tor zum 1:0.
Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Leverkusen (dpa). 75 Minute hatte Friedhelm Funkel engagiert an der Seitenlinie sein Team angetrieben, nach dem 0:3 gab er auf und setzte sich frustriert auf die Bank.

Der 1. FC Köln taumelt nach einer deutlichen Derby-Niederlage beim Debüt des neuen Trainers weiter dem siebten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Die Kölner verloren bei Bayer Leverkusen mit 0:3 (0:1) und bleiben mit nun drei Punkten Rückstand und einer Partie mehr als Hertha BSC auf dem Relegationsplatz Vorletzter. Leon Bailey (5./76.) und Moussa Diaby (51.) schossen die Treffer für die Werkself. Die Leverkusener stellten sich jubelnd vor die leere Stadionkurve, hinter der offenbar ein paar Dutzend Fans coronakonform den Sieg bejubelten

Kurios: Im Januar 2020 hatte Funkel in seinem zuvor letzten Bundesliga-Spiel mit Fortuna Düsseldorf ebenfalls ein 0:3 in Leverkusen kassiert. Der FC ist nun bereits seit neun Spielen sieglos und holte in diesem Zeitraum nur zwei von 27 Punkten. In Leverkusen kam vom frühen Gegentor über zwei Latten-Treffer bis zu einem zurückgenommenen Elfmeter alles Pech für den FC zusammen.

Auch Funkel beklagte das Pech. „Das Ergebnis spiegelt natürlich überhaupt nicht den Spielverlauf aus. Wir haben es wirklich über weite Strecken sehr, sehr gut gemacht“, sagte der Coach im TV-Sender Sky, gestand aber auch ein: „Fußballspiele gewinnt oder verliert man durch Tore. Wir haben drei kassiert und wir haben keins geschossen. Aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen.“

Leverkusen zog dagegen zumindest für eine Nacht an Borussia Dortmund auf Rang fünf vorbei und untermauerte mit nun sieben Punkten aus drei Spielen unter Trainer Hannes Wolf seine Europacup-Ambitionen. Rang vier und damit die Qualifikation für die Champions League ist fünf Spiele vor dem Saisonende noch sechs Punkte entfernt. Um ihn zu erreichen, müsste sich Bayer aber gegenüber dem Samstag mächtig steigern. „Am Ende des Tages steht ein 3:0, das ist das einzige, was zählt“, sagte Torhüter Lukas Hradetzky und gestand: „Es waren in unserem Spiel einige Unsauberkeiten. Gegen Bayern im nächsten Spiel können wir uns das nicht erlauben. Da müssen wir uns verbessern.“

Bayer hatte durch die Ergebnisse am Nachmittag einen Motivationsschub bekommen. Nach den Niederlagen von Wolfsburg und Frankfurt war plötzlich doch wieder die Champions League am Horizont sichtbar. Funkel war keine fünf Minuten zurück auf der Bundesliga-Bühne, als er das erste Gegentor registrieren musste. Diaby ließ Jannes Horn aussteigen, seine Flanke nutzte Leon Bailey nach Stellungsfehler von Kingsley Ehizibue per Kopfball-Aufsetzer aus kurzer Distanz.

Funkel hatte sein auf vier Positionen verändertes Team nicht zum Mauern auf den Rasen geschickt. Dabei machte sich bezahlt, dass die Zentrale mit Jonas Hector, Ellyes Skhiri und Max Meyer fußballerisch gut besetzt war. Bayer ließ sich viel zu weit in die Defensive drängen und zeigte sich durchaus wacklig, vor allem Tin Jedvaj war ein Unsicherheitsfaktor. Nach 34 Minuten freuten sich die Kölner schon auf einen Elfmeter. Schiedsrichter Sören Storks hatte gepfiffen, wurde aber darauf hingewiesen, dass der Kontakt zwischen Charles Aranguiz und Marius Wolf außerhalb des Strafraums stattfand. Hector zog den Ball scharf aufs Tor und traf die Latte.

Nach dem Wechsel begann die Partie mit der dritten Chance von Hector, der knapp verzog (47.). Nach einer eigenen Ecke liefen die Kölner schließlich in einen Konter. Diaby schloss ihn ab und sorgte für die Vorentscheidung. Köln gab aber nicht auf, Florian Kainz traf aus 25 Metern die Latte (63.). Knapp eine Viertelstunde später besiegelte Bailey mit dem 3:0 die Kölner Niederlage.

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