Archivierter Artikel vom 17.05.2012, 10:40 Uhr

Friedrich fordert Verhaltenskodex von 54 Profi-Clubs

Köln (dpa). Nach den chaotischen Zuständen beim Bundesliga-Relegationsspiel in Düsseldorf hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die 54 deutschen Profi-Fußballvereine aufgefordert, entschlossener gegen Randalierer und Gewalttäter vorzugehen.

Forderung
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert einen Verhaltenskodex gegen Fußballgewalt.
Foto: Stephanie Pilick – DPA

«Ich erwarte, dass die Vereine ihrer Verantwortung gerecht werden», sagte Friedrich dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Sie müssen ihren Fans klar machen, dass Gewalt nicht geduldet wird. Sie müssen ihnen außerdem klar machen, dass Pyro-Technik in Stadien nichts zu suchen hat. Und sie müssen ihnen schließlich klar machen, dass es die Fan-Privilegien für Ultras und andere nicht mehr geben wird, wenn dort nicht endlich Ruhe und Ordnung einkehrt», bekräftigte der Minister und stellte den Clubs ein Ultimatum für einen Verhaltenskodex: «Alle 54 Profi-Vereine müssen sich noch vor Beginn der nächsten Saison auf diese Verhaltensregeln einigen.»

Friedrich äußerte sich zuversichtlich, «dass der DFB das mit uns gemeinsam durchsetzen wird». Die neue Bundesliga-Saison beginnt wegen der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine erst am 24. August. Die 2. Bundesliga beginnt bereits am 3. August, die 3. Liga sogar schon am 20. Juni.