Archivierter Artikel vom 17.05.2022, 12:07 Uhr

Ein Sieger, vier Verlierer – ADAC Kindersitztest 2022

Das Angebot an empfehlenswerten Autokindersitzen ist groß. In einem Test des ADAC erreichten 19 von 30 getesteten Exemplaren die Note „gut“, einer bekam sogar ein „sehr gut“. Vier Kandidaten fielen durch.

Von Mario Hommen/SP-X

SP-X/München. Der Verkehrsclub ADAC hat Testergebnisse von 30 Kindersitzen für verschiedene Altersstufen veröffentlicht. Klarer Sieger und einziges Modell mit der Note „sehr gut“ ist der für 76 bis 115 Zentimeter große Kinder geeignete Anoris T i-Size von Cybex, der als einziger einen integrierten Airbag bietet. 19 weitere Kandidaten wurden mit „gut“ benotet, in 6 Fällen reichte es für ein „befriedigend“. Bei vier Sitzen rät der ADAC hingegen vom Kauf ab.

Durchgefallen sind der „Lionelo Antoon RWF“ und der „Walser Kids Experts Noemi“, weil in beiden Fällen die Bezugsstoffe mit Flammschutzmitteln kontaminiert waren, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Beim „Urban Kanga Uptown Model TV107“ führten Flammschutzmittel sowie zusätzlich ein Scheitern beim Seitenaufprallschutz zur Abwertung. Im Fall „Kinderkraft Comfort Up“ wurde moniert, dass beim Sichern größerer Kinder die Rückenstütze entnommen werden muss, in der Folge jedoch kein ausreichender Schutz mehr beim Seitenaufprall besteht.

Die Testnote allein ist laut dem Automobilclub kein Kaufkriterium. Eltern sollten vielmehr berücksichtigen, dass nicht jeder Kindersitz gleich gut in jedes Auto oder zu jedem Kind passt. Vor dem Kauf ist daher ein ausgiebiger Praxistest mit dem eigenen Fahrzeug und dem eigenen Nachwuchs angesagt.

Mario Hommen/SP-X