Archivierter Artikel vom 16.02.2020, 15:00 Uhr
Kranjska Gora

Ski alpin

DSV-Fahrerinnen enttäuschen in Kranjska Gora – Vlhova siegt

Die deutschen Ski-Technikerinnen stecken weiter in einer Krise. Als einzige DSV-Läuferin erreicht Christina Ackermann als 24. das Ziel in Kranjska Gora. Dürr, Wallner und Hilzinger scheiden aus.

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Lena Dürr
Schied in Kranjska Gora aus: Lena Dürr.
Foto: Giovanni Auletta/AP/dpa

Kranjska Gora (dpa) – Die deutschen Slalom-Fahrerinnen sind weiter in der Krise. Lena Dürr konnte ihre eigentlich gute Form nicht bestätigen und schied im zweiten Durchgang in Kranjska Gora nach einem Einfädler aus.

In Abwesenheit der Weltcup-Führenden Mikaela Shiffrin, deren Rückkehr in den Ski-Zirkus nach dem unerwarteten Tod ihres Vater Jeff weiter ungewiss ist, holte sich die Favoritin Petra Vlhova ihren dritten Slalom-Sieg in Serie.

Die Slowakin profitierte allerdings vom Sturz der weit in Führung liegenden Schwedin Anna Swenn Larsson, die mit fast einer Sekunde Vorsprung auf Vlhova ins Finale gestartet war. Zweite in Slowenien wurde Wendy Holdener aus der Schweiz vor der Österreicherin Katharina Truppe. Dank ihres abermaligen Erfolgs liegt Vlhova in der Disziplin-Wertung nun 20 Punkte vor dem US-Star Shiffrin, der in der Weltcup-Gesamtwertung aber weiter führt.

Dürr hatte sich als Zwölfte im ersten Durchgang über ihren großen Zeitrückstand von 2,13 Sekunden auf die führende Larsson geärgert. „Ich habe oben gut angefangen, im Steilhang hätte ich mehr attackieren müssen. Da darf man nicht zurückziehen“, sagte die Oberbayerin im ZDF und nahm sich vor, „einen Tick aktiver und aggressiver“ zu fahren. Tags zuvor war Dürr als 23. im Riesenslalom zum zweiten Mal in dieser Saison in die Punkteränge gefahren und wollten den Schwung eigentlich mitnehmen, was aber nicht gelang.

Überhaupt nicht rund lief es bei Ackermann. Für die 30-Jährige Oberstdorferin war der erste Lauf vor allem im steilen Zielhang ein einziger Kampf, der zunächst auf Rang 26 endete. Im finalen Durchgang fuhr sie etwas besser, am Ende konnte sie aber nur zwei Plätze gut machen. Marina Wallner schied wie Dürr im Finallauf aus, Jessica Hilzinger hatte es schon im ersten Durchgang erwischt.