Detailarbeit für mehr Tempo – MV Agusta F3 RR

MV Agusta überarbeitet die extrem sportliche F3 RR und hebt die schnelle Schönheit damit auf ein neues technisches Level.

Jede Menge Detailarbeit hat MV Agusta in die Überarbeitung der supersportlichen F3 RR gesteckt
Jede Menge Detailarbeit hat MV Agusta in die Überarbeitung der supersportlichen F3 RR gesteckt

So gut wie alle wichtigen Baugruppen des Motorrads wurden für das Modelljahr 2022 modifiziert
So gut wie alle wichtigen Baugruppen des Motorrads wurden für das Modelljahr 2022 modifiziert

SP-X/Schiranna. Jede Menge Detailarbeit hat MV Agusta in die Überarbeitung der supersportlichen F3 RR gesteckt. So gut wie alle wichtigen Baugruppen des Motorrads – Motor, Kupplung, Rahmen, Fahrwerk, Elektronik, Karosserie – wurden für das Modelljahr 2022 modifiziert. Ziel der Maßnahmen sind eine weiter verbesserte Fahrbarkeit sowie schnellere Rundenzeiten auf der Rennstrecke. Trotz Erfüllung sämtlicher Anforderungen der ab 1. Januar 2022 verbindlichen Norm Euro 5 bliebt die Leistungsfähigkeit des 800er-Dreizylindermotors unverändert hoch: MV Agusta nennt 108 kW/147 PS bei 13.000 U/min. und gibt für das maximale Drehmoment 88 Nm bei 10.100 U/min. an. Mit dem als Zubehör erhältlichen Race-Kit steigt die Leistung auf 114 kW/156 PS. Die F3 RR ist ab 25.500 Euro erhältlich.

Der weiterentwickelte Hochdrehzahl-Motor mit drei Zylindern zeichnet sich nun durch Titanventile, speziell beschichtete
Der weiterentwickelte Hochdrehzahl-Motor mit drei Zylindern zeichnet sich nun durch Titanventile, speziell beschichtete Ventilführungen und Stößel aus

Der weiterentwickelte Hochdrehzahl-Motor mit drei Zylindern zeichnet sich nun durch Titanventile, speziell beschichtete Ventilführungen und Stößel aus. Die Kupplung erhält einen neuen Kupplungskorb, ist leichter und präziser bedienbar und harmoniert besser mit dem neuen Quickshifter; er gehört bereits zur dritten Generation und soll schneller und sauberer arbeiten. Natürlich wurde auch die Auspuffanlage überarbeitet; die drei „Flöten“ wurden zudem neu arrangiert. Das Hinterrad ist zehn Prozent leichter als zuvor, der Anpressdruck der Fahrzeugfront steigt durch neue Winglets und die gesamthaft verbesserte Aerodynamik und immerhin 8 Kilogramm.

Tiefe Eingriffe sind bei der Elektronik zu verzeichnen; so gibt es erstmals in dieser Baureihe eine IMU zur Erfassung und Steuerung sämtlicher Fahrzeugdaten. Damit ist das neue Conti-ABS nun schräglagenfähig, zudem gibt es eine Wheelie-Kontrolle für das Vorderrad und eine Launch-Control für rasantes Starten aus dem Stand. Auch das 5,5 Zoll große TFT-Display, über das alle Einstellungen laufen, ist neu aufgesetzt worden. Es macht nach der Smartphone-Koppelung eine Pfeilnavigation möglich. Abgerundet wird die Überarbeitung durch einen neuen Sitz und eine neue Abstimmung der Federelemente.

Ulf Böhringer/SP-X