Archivierter Artikel vom 15.03.2013, 07:08 Uhr

Der neue Papstkurs? Die Standpunkte des neuen Papstes

Von Armut über Homo-Ehe bis zur Rolle der Kirche: Die Standpunkte des neuen Papstes Papst Franziskus hat sich in seiner Heimat Argentinien immer wieder zu politischen und gesellschaftlichen Themen geäußert. Eine Auswahl:

Armut und Menschenrechte:

„Die Menschenrechte werden auch mit der Armut verletzt. Nicht nur mit Terrorismus, Unterdrückung und Ermordungen, sondern auch mit der Existenz extremer Armut“, sagte er 2009. Und im selben Jahr: „Die soziale Lage verschlechtert sich, und man sieht keine öffentliche Politik, um sie zu verbessern.“

Abtreibung und Homo-Ehe:

Franziskus ist entschiedener Gegner der Abtreibung und der gleichgeschlechtlichen Ehe. Die in Argentinien legalisierte Homo-Ehe ist ein „Teufelsmanöver“, sagte er 2010. Abtreibung sei „nie eine Lösung“.

Rolle der Kirche:

Bergoglio klagte, dass es Priester gibt, die Kinder von ledigen Frauen nicht taufen wollten. „Das sind die heutigen Scheinheiligen“, die das Volk Gottes beiseitelassen.

Politik:

Seit 2004 vermieden es der Präsident Néstor Kirchner und seine Nachfolgerin Cristina Kirchner, an nationalen Feiertagen an der traditionellen Messe in der Kathedrale von Buenos Aires teilzunehmen, um nicht Bergoglios Kritik hören zu müssen. Der Erzbischof prangerte „den Exhibitionismus und die schillernden Ankündigungen“ der Politik an. Dennoch wird ihm eine enge Beziehung zur Politik nachgesagt.

Wirtschaftskrise in Argentinien:

Bergoglio sah mit Entsetzen den Polizeieinsatz gegen Demonstranten. Als er sah, wie eine Frau geschlagen wurde, rief er den Sicherheitssekretär der Regierung an, man solle doch zwischen Aktivisten und einfachen Sparern unterscheiden.