Archivierter Artikel vom 17.10.2012, 11:54 Uhr

Der Demokratie nicht gewachsen?

Die Vorbereitung des Bürgerentscheids durch den Rat hätte besser – moderner, professioneller – laufen können. Schließlich ergibt sich solch direkte Bürgermitentscheidung in einer Gemeinde noch seltener als Wahlen – St. Katharinen könnte stolz auf die selbst geschaffene Chance sein. Dass das in der Ratssitzung nicht so wirkte, wirft viele Fragen auf:

Hat es die CDU nötig, die Sichtweise ihrer Partei zum Thema Supermärkte als Ratsauffassung durchzustimmen? War die FWG so blauäugig anzunehmen, dass die CDU die Sache nicht mir ihrer Mehrheit aussitzen würde, und hat deshalb keinen Konsensvorschlag vorbereitet? Warum wird der CDU-Bürgermeister seiner Verantwortung nicht gerecht, als Leiter der ganzen Gemeinde auch der 40-Prozent-Minderheit im Rat Gehör zu verschaffen? Bleibt zu hoffen, dass alle, Rat, Bürgermeister und vor allem Bürger, ihre demokratische Aufgabe und Chance am Tag des Entscheids ernster nehmen, als es die Ortspolitiker jetzt taten.

Von unserer Redakteurin Dorothea Müth

E-Mail: dorothea.mueth@ rhein-zeitung.net