Archivierter Artikel vom 16.09.2010, 13:18 Uhr
Stuttgart

Birnengitterrost ungefährlich für Birnbäume

Birnengitterrost befällt die Blätter der Birne und die Triebe verschiedener Wacholderarten. Für Birnbäume sei der Pilz Experten zufolge in den meisten Fällen keine Gefahr. Wacholder sterbe allerdings bei mehrjährigem Befall ab.

Gesunder Birnbaum
Für Birnbäume ist der Befall mit Birnengitterrost weniger gefährlich als für Wacholderarten. (Bild: Grünes Presseportal)

An den Trieben anderer Wacholderarten zeige sich der Pilz im April und Mai durch auffallend orange-braune, gallertartige Wucherungen. Darauf weist das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) hin. Der Gemeine Wacholder sei von diesem Pilzbefall allerdings nicht betroffen.

Auf den Blättern der Birnbäume entstünden ab Mai kleine gelbe Tupfer. Diese würden im Laufe des Sommers zu leuchtend orangeroten Flecken von 0,5 bis 1 Zentimeter Durchmesser. An der Blattunterseite zeigten sich wulstige graubraune Sporenlager. Bei starkem Befall seien vorzeitiger Blattfall, Beeinträchtigungen beim Wuchs und Ernteeinbußen möglich.

In vielen Fällen sei der Schaden laut LTZ aber geringer als das Erscheinungsbild vermuten ließe. Ein schwacher Befall von 1 bis 5 Flecken pro Blatt erfordere keine Gegenmaßnahmen. Befallener Wacholder sollte jedoch entfernt werden. Ein chemischer Schutz sei zur Zeit nicht möglich.