Archivierter Artikel vom 13.03.2012, 21:59 Uhr
Gonsenheim

Bert Meijer macht im „Häusje“ weiter

Mit einem bösen Gerücht räumt Bert Meijer, der Wirt von „Meijers Häusje“, auf. Nein, das beliebte Gonsenheimer Restaurant in der Grabenstraße 55 schließt nicht seine Pforten. „Es stimmt, wir wollen gerne verkaufen, aber das ist sehr schwierig“, sagte er jetzt zur MRZ. Ein bis zwei Jahre werde er wohl weitermachen, meint der 60-jährige Niederländer.

Bert und Irmgard Meijer sind gerne in "Meijers Häusje". 
Foto: Bernd Eßling
Bert und Irmgard Meijer sind gerne in „Meijers Häusje“.
Foto: Bernd Eßling

Gonsenheim. Mit einem bösen Gerücht räumt Bert Meijer, der Wirt von „Meijers Häusje“, auf. Nein, das beliebte Gonsenheimer Restaurant in der Grabenstraße 55 schließt nicht seine Pforten. „Es stimmt, wir wollen gerne verkaufen, aber das ist sehr schwierig“, sagte er jetzt zur MRZ. Ein bis zwei Jahre werde er wohl weitermachen, meint der 60-jährige Niederländer.

Er rechnet mit einer drei- bis viermonatigen Übergangsfrist, um seinen Nachfolger einzuarbeiten. „Meijers Häusje“ soll aber auf jeden Fall erhalten bleiben. „Es wäre schade, etwas anderes daraus zu machen, denn das Lokal läuft ja.“ Bert Meijer ist übrigens in der Mainzer Gastronomie- und Kneipenszene seit langer Zeit kein Unbekannter. Vier Jahre war er Wirt in der früheren Gonsenheimer „Eule“, davor betreute er 14 Jahre die „Zwiebel“ am Fischtorplatz.

Seit sieben Jahren leitet er mit seiner Frau Irmgard – einem echten „Gunsenumer Mädche“, nun das „Häusje“. Das Restaurant ist weit über Gonsenheim hinaus ein Begriff und hat Gäste aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. „Wir sind ein bisschen bekannt“, untertreibt Meijer. „Bei uns läuft 80 Prozent über Vorbestellungen.“

Tatsächlich sind beim MRZ-Besuch die meisten Tische in dem urigen, ganz in Holztönen gehaltenen Restaurant reserviert. Unaufhörlich klingelt das Telefon, und der Wirt nimmt weitere Anfragen und Reservierungen entgegen. Beliebt sind vor allem die Drei- und Vier-Gänge-Menüs, die monatlich wechseln. Ein Beispiel, das Monatsmenü im März: Feiner Lachstatar auf Kartoffelpuffer, Schwammerl-Suppe, Garnelen-Spieße auf Gemüserisotto, oder Kalbstafelspitz mit rheinhessischer Kräutersoße, dazu Wurzelgemüse und Kartoffeln. Die Preise bewegen sich je nach Menü zwischen 29,50 und 38 Euro. „Bei uns wird man satt, man muss nichts auf dem Teller suchen“, betont Meijer.

Neben bewährten Schnitzel- und Rumpsteakgerichten gibt es im „Häusje“ auch Ungewöhnliches. Etwa Froschschenkel oder Carpaccio von der Garnele. Meijer: „Wir machen auch mal was Ausgeflipptes.“ Preisgekrönt ist die Weinkarte mit ausgewählten Rheinhessenweinen und Rheingauer Weinen, darunter vielen Bioweinen. 2010 gab es den Preis „Bester Schoppen“, dazu 2009/2010 den Gastronomiepreis „1. Platz Internationale Küche“. Übrigens hatte der Gastronom vor zwei Jahren eine besondere Praktikantin. Die jetzige Deutsche Weinkönigin Annika Strebel schnupperte rein und war von der Küche über den Service bis zum Ausschank überall tätig. „Sie war sehr engagiert“, lobt Meijer. „Eine solche Praktikantin würde ich jederzeit wiedernehmen.“Oliver Gehrig

„Meijers Häusje“ in der Grabenstraße 55 ist dienstags bis sonntags ab 17 Uhr, sonntags zusätzlich ab 11.30 Uhr geöffnet. Infos unter www.meijers-haeusje.de