Archivierter Artikel vom 03.01.2013, 08:00 Uhr

Ausblick 2013: Alexei Makartsev rechnet mit Sparkurs

Großbritannien – Das kommende Jahr wird den Briten viele Opfer abverlangen. Die wirtschaftliche Lage des Landes ist ernst, und die Regierung des Premiers David Cameron will den Sparkurs weiter verschärfen, um das große Schuldenproblem in den Griff zu bekommen.

Korrespondent Alexei Makartsev
Korrespondent Alexei Makartsev
Foto: Rhein-Zeitung

CEs wird viele Entlassungen und neue Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben geben, die Menschen müssen sich auf geringere Löhne und Einschnitte bei den Sozialleistungen einstellen. Nach Beobachtermeinung wird Großbritannien trotz aller Sparbemühungen wahrscheinlich sein Spitzen- Kreditrating (AAA) verlieren. Innenpolitisch werden das nahende Referendum über die staatliche Unabhängigkeit Schottlands (2014) und die nahezu unausweichliche Volksabstimmung über den Verbleib des Königreichs in der EU (voraussichtlich 2015) die Schlagzeilen beherrschen. Es spricht vieles für die Fortsetzung des Trends, dass sich die Briten vom Rest Europas politisch weiter entfremden werden. Dafür will Cameron im Juni die Regierungschefs der G 8-Staaten im nordirischen Fermanagh zu einem Gipfeltreffen versammeln.

VEs ist das erste Mal, dass ein derartiges Großereignis in der ehemaligen Krisenprovinz Ulster stattfindet. Auch 2013 werden die Briten wieder mehrere Jubiläen feiern können. Im Januar wird die Londoner Tube – das erste U-Bahn- Transportsystem der Welt – 150 Jahre alt. Ein weiteres, eher gruseliges Jubiläum: Im April jährt sich zum 125. Mal die Mordserie des berüchtigten Verbrechers Jack the Ripper. Im Mai wird die weltberühmte Blumen- und Gartenausstellung Chelsea Flower Show 100 Jahre alt.

Geht alles nach Plan, wird die Nation im Frühjahr ein neues Baby in der Königsfamilie begrüßen. Der Sohn oder die Tochter von Prinz William und Kate wird die neue Nummer drei der Thronfolge sein.