Archivierter Artikel vom 04.09.2019, 19:04 Uhr

Auf der Überholspur

Das Fahrrad ist ein absolutes Trendthema – und die Eurobike wartet entsprechend mit vielen Neuigkeiten auf, unter anderem mit intelligenten Helmen. Eine Auswahl:

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Mit Blick auf die künftige Mobilität stehen auch Bike-Sharing und Fahrradleasing verstärkt im Fokus der Messe. Sharea heißt ein neues Konzept, das die Händlergenossenschaft ZEG auf der Eurobike erstmals vorstellt. Die namensgebenden Begriffe „Share“ und „Area“ beschreiben die Intention der Betreiber größerer Wohnanlagen, die ihren Mietern künftig ein in den Wohnraum integriertes E-Mobilitätsangebot machen möchten.

E-Scooter finden auf der Eurobike zunehmend Raum. Dank seiner großen Räder verspricht der AER 557 Adult Electric Scooter von AER Electric Company ein vergleichsweise sicheres Handling. Zugleich soll die stabile Rahmenkonstruktion für mehr Fahrdynamik sorgen. Es geht aber auch unmotorisiert: Mit schwarzem Rahmen und weißer Gabel kommt der Joker von Puky daher. Ein moderner Tretroller, mit dem sich die Firma aus Wülfrath auch an Erwachsene richtet. Mit luftbereiften 16-Zoll-Rädern soll der Joker gute Fahreigenschaften bieten. Sicherheit vermitteln zwei V-Bremsen und die rutschfest beschichtete Trittfläche des tiefen Aluminiumrahmens.

Neues gibt es auch für sportlich ambitionierte Fahrer. Die Frage „Mountainbike oder Rennrad?“ beantwortet Niner Bikes ganz neu mit dem MCR 9 RDO. Das Multitalent kombiniert die Merkmale eines Full Suspension-Mountainbikes mit einem Rennlenker und dem Handling eines Gravelbikes. Kein Tabu mehr ist ein Extraboost im Rennradbereich. Im Kiaro Pmax von Simplon steckt ein minimalistischer Leichtlaufmotor am Hinterrad und ein nicht erkennbarer Akku im Unterrohr – und es wiegt nicht einmal elf Kilo.

Als smarter Retter in der Not kann der Tectal Race SPIN NFC lebenswichtige Dienste leisten. Dieser Helm von POC, der sich bereits bei der Bergrettung bewährt hat, liefert den Rettungskräften die wichtigsten medizinischen Daten des Unfallopfers per RFID-Chip, der direkt vor Ort ausgelesen werden kann.

Für 2020 hat Busch & Müller das Innenleben seines Frontscheinwerfers IQ-X deutlich überarbeitet, der ein viermal helleres Tagfahrlicht bekommen hat. „Fahrräder ziehen auf Augenhöhe mit Pkws, erfahren so eine gewisse Gleichstellung und bieten dem Radfahrer entsprechend mehr Sicherheit“, äußert sich Sebastian Göttling von Busch & Müller. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtbeleuchtung erfolgt beim IQ-X selbsttägig mithilfe der Fotozellensensorik – ein Tunnel, eine Tiefgarage oder ein Gewitterhimmel können das Umschalten auch schon auslösen. Das Einschalten des Tagfahrlichts erfolgt mit acht Sekunden Verzögerung, damit es nicht etwa von nachts entgegenkommenden oder überholenden Autos verursacht wird.