„Der Mann in der Badewanne“ im Studio des Theaters Trier
Wie treten Helden in kapitalistischen Gesellschaften auf? Welche Formen des Held-Seins gibt es überhaupt? Lukas Linders Lehrstück „Der Mann in der Badewanne“ dekonstruiert klassische Heldenkonzeptionen der Antike, während es die anonyme Beliebigkeit der heutigen Vorbilder und Idole zu seinem Hauptthema macht.
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Abseits von heroischer Tugendhaftigkeit und großen Taten entscheiden oft Marginalien darüber, ob der Held von heute ein Niemand von morgen wird und umgekehrt. Der Grat zwischen Verehrung und Spott ist häufig sehr schmal.
Erschaffen werden die Helden dieser Zeit von medialem Voyeurismus: Linders Protagonist heißt Albert Wegelin, ist eine „aufstrebende Arbeitskraft in einer größeren Firma“ und wird gefeuert, weil sein mangelnder Appetit als ein ...