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  • Zu viel gezahlt - Rentner sollten sich beraten lassen

    Berlin (dpa/tmn). Viele Rentner sollen zu viel Steuern gezahlt haben. Ist der Bescheid schon bestandskräftig, haben sie grundsätzlich wenig Möglichkeiten für eine Rückforderung.

    «Es gibt aber Vorschriften in der Abgabenordnung, nach denen auch eine spätere Korrektur noch möglich ist», sagte Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Das gelte vor allem für «offensichtliche Fehler». Der Steuerzahlerbund sieht das Geld daher nicht verloren, auch wenn Rentner es versäumt haben, rechtzeitig Einspruch einzulegen und ihren Bescheid offen zu halten.

    Wer etwa seine gesetzliche Rente im Feld für Betriebsrenten eingetragen hat, ist möglicherweise viel zu hoch besteuert worden. «Das hätte dem Finanzbeamten auffallen sollen», sagte Klocke. In einem solchen Fall muss das Finanzamt den Fall neu aufrollen. «Ich kann aber natürlich auch selbst meine Steuererklärung noch einmal prüfen.» Wer dabei nicht wieder Fehler machen will, sollte sich beraten lassen - zum Beispiel bei der Lohnsteuerhilfe.

    Rentner sollten vor allem nicht in Panik verfallen, riet Klocke. «Wenn eine Korrektur möglich ist, dann ist sie das auch im nächsten Jahr noch.» Am Wochenende (5./6. Dezember) hatten mehrere Medien unter Berufung auf ein internes Papier von Finanzbehörden der Länder berichtet, dass viele Rentner fehlerhafte Steuererklärungen bei ihrem Finanzamt eingereicht haben. Knapp eine Million könne mit Rückzahlungen von durchschnittlich 250 Euro pro Jahr rechnen.

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