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  • Von Spätberufenen bis zum neuen Gattuso

    Frankfurt/Main (dpa) - Gleich sechs Spieler hat Joachim Löw erstmals ins Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Beim Confed Cup in Russland dürfen sie sich weiter in den Vordergrund spielen. Es sind interessante Typen.

    Entdeckung
    Der Deutsch-Italiener Diego Demme ist die eigentliche Entdeckung der Saison bei RB Leipzig.
    Foto: Thomas Frey - dpa

    Diego Demme (RB Leipzig) - der neue Gattuso

    Tempomacher
    Kerem Demirbay begeistert in Hoffenheim mit Dribblings, Tempo und Ballsicherheit.
    Foto: Jonas Güttler - dpa

    Diego Demme ist die eigentliche Entdeckung der Saison bei RB Leipzig. Der Deutsch-Italiener, der seit 2010 Profi in Bielefeld und Paderborn war, kam 2014 nach Leipzig. Im defensiven Mittelfeld ist er aus dem Team von Ralph Hasenhüttl nicht wegzudenken. „Er ist ein kleiner Gattuso“, bemerkte Löw. Gennaro Gattuso war einst als kompromissloser Abräumer beim AC Mailand berühmt. Demme ist zugleich intelligenter Spieleröffner, läuft bei RB die meisten Kilometer.

    Linksfuß
    Marvin Plattenhardt ist bei Hertha BSC eine feste Größe.
    Foto: Soeren Stache - dpa

    Kerem Demirbay (1899 Hoffenheim) - der Tempomacher

    Führungsspieler
    Lars Stindl ist bei Borussia Mönchengladbach zum Torjäger aufgestiegen.
    Foto: Guido Kirchner - dpa

    Schlagzeilen schrieb der heutige Mittelfeldspieler einst bei Fortuna Düsseldorf, als er zu Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus sagte: „Frauen haben im Männerfußball nichts zu suchen.“ Demirbay hat das längst als Fehler bezeichnet. In Hoffenheim begeistert der 23-Jährige mit Dribblings, Tempo und Ballsicherheit. Sechs Tore und neun Assists sprechen für den Ex-Hamburger. Löw möchte Demirbay, der aus einer türkischen Familie stammt, für den DFB sichern. Wie einst Mesut Özil.

    Stürmer
    An Selbstbewusstsein mangelt es Sandro Wagner nicht.
    Foto: Soeren Stache - dpa

    Marvin Plattenhardt (Hertha BSC) - der Freistoß-Spezialist

    Debütant
    Amin Younes sammelte in den Jugendteams des DFB bereits reichlich Länderspiel-Erfahrung.
    Foto: Bernd Thissen - dpa

    Der in Filderstadt geborene Linksfuß ist bei Hertha BSC eine feste Größe, seit Trainer Pal Dardai Anfang 2015 übernommen hat. „Plattes“ Freistöße sind gefürchtet. Er beackert die linke Flanke vorn und hinten. „Es zeigt seit zwei Jahren konstant seine Qualität“, lobte Dardai. „Plattenhardt hat mit Hertha BSC eine gute Saison gespielt. Er ist 25 Jahre und hat eine Perspektive“, sagte Bundestrainer Löw. In dieser Saison schoss er drei Freistöße direkt ins Tor.

    Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) - die Führungspersönlichkeit

    Der Kapitän von Borussia Mönchengladbach ist am Niederrhein zum Führungsspieler und Torjäger aufgestiegen. In den DFB-Auswahlmannschaften kam er bislang einmal in der U21 und dreimal in der U20 zum Einsatz. „Ich habe mich sehr über den Anruf des Bundestrainers gefreut. Es ist eine große Ehre für mich, im Kader der Nationalmannschaft zu stehen“, sagte Stindl nach der Berufung. „Er ist eine Führungspersönlichkeit mit Torgefahr“, erklärte Löw.

    Sandro Wagner (1899 Hoffenheim) - der Spätberufene

    Der 29-Jährige von 1899 Hoffenheim hatte sich im Dezember als „mit Abstand“ besten deutscher Stürmer bezeichnet. An Selbstbewusstsein mangelt es dem 1,95 großen Profi nicht. Bisher elf Saisontore hat der Angreifer erzielt, der auch mal gerne Fouls provoziert. Mit Hoffenheim in der Champions League und dem DFB-Team beim Confed Cup kann Wagner beweisen, dass er internationale Klasse hat. „Er bringt eine besondere Note ins Spiel“, betonte der Bundestrainer.

    Amin Younes (Ajax Amsterdam) - der Europacup-Finalist

    U17, U18, U19, U20, U21 - Amin Younes sammelte in den Jugendteams des DFB bereits reichlich Länderspiel-Erfahrung. Nun steht der Europa-League-Finalist von Ajax Amsterdam vor seinem Debüt bei Joachim Löw. Der 23-jährige Offensivmann spielte bei den Niederländern eine starke Saison traf unter anderem im Halbfinale der Europa League gegen Olympique Lyon und zuvor im Viertelfinale gegen Schalke 04.

    Das deutsche Aufgebot für den Confed Cup

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    Markus Eschenauer

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