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    BerlinVolleyball-Playoffs: Kein Aufstand der Kleinen

    Die Favoriten wackelten kurz - dann schmetterten sie den Aufstand der Kleinen ab. «Das ist doch nicht das erste Mal, dass eine Mannschaft nach einer super Saison schwer in die Playoffs hineinkommt», sagte der 43-jährige Australier Mark Lebedew, Cheftrainer des SCC Berlin.

    Der Dritte der Hauptrunde setzte sich zum Playoff-Auftakt in der Volleyball-Bundesliga gegen die RWE Volleys Bottrop mit 3:1 durch. Topfavorit und Titelverteidiger VfB Friedrichshafen schlug Außenseiter Rottenburg zwar mit 3:0, wurde aber vor allem beim 29:27 im zweiten Satz hart gefordert.

    Pokalsieger General Haching gab gegen die Netzhoppers KW-Bestensee den dritten Satz ab und lag im vierten schon 14:18 zurück, vermied aber den Tiebreak und siegte 3:1. Friedrichshafen, Haching und Berlin hatten von den 24 Bundesligaspielen dieser Saison nur je zwei verloren. Der Moerser SC unterlag zum Abschluss evivo Düren mit 0:3 (21:25,24:26,18:25).

    «Wenn wir den zweiten Satz gewinnen, verläuft die Partie vielleicht ganz anders», kommentierte Rottenburg-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger das erste Spiel der Viertelfinal-Serie «Best of Three». Der engagierte Coach hatte seine Spieler vor 1500 Zuschauern in Friedrichshafen nicht wie gewohnt an der Seitenlinie heißmachen können, sondern musste von der Tribüne aus das Geschehen verfolgen. Aufgrund einer dritten Gelben Karte beim letzten Hauptrundenspiel war Müller-Angstenberger gesperrt und wurde von seinen Assistenten Oliver Heiming und Karsten Haug vertreten. «Es ist eine ungewohnte Perspektive», sagte der Coach des Hauptrunden-Achten.

    Für das Rückspiel 12. April in Rottenburg versprach Müller-Angstenberger dem Favoriten nach dem «überzeugenden zweiten Satz» zum Auftakt nun einen heißen Tanz: «Unser Ziel ist es, ein geiles Heimspiel zu liefern. Wir wollen Friedrichshafen richtig herausfordern», sagte der Coach.

    «Es gibt keine leichten Gegner in den Playoffs. Wir müssen schon an unsere Substanz herangehen, wenn wir uns da durchsetzen wollen», mahnte SCC-Manager Kaweh Niroomand nach dem ersten Sieg seiner Berliner. Zwei Sätze hatte der SCC enorme Probleme, eher vor allem der überragende Aleksandar Spirovski gegen Bottrop den Favoriten in die Spur brachte. «Wir waren anfangs nicht so frisch. Uns steckte das harte Training noch in den Beinen», sagte der Diagonalangreifer mit Hinweis auf ein dreitägiges Trainingslager in der Sportschule Kienbaum. «Ich hoffe, dass wir Topform haben, wenn es darauf ankommt», betonte Spirovski - und meinte nicht das Viertelfinale.

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