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    Idar-ObersteinVier Jahrzehnte närrischer Schautanz Idar-Oberstein Idarer Karnevalgesellschaft

    Von der nächsten Woche an lädt die Idarer Karnevalgesellschaft an den drei Samstagen vor dem Fastnachtswochenende zu ihrer Prunksitzung ein. Zu den Höhepunkten des Abends werden mit Sicherheit die Schautänze der beiden Garden gehören.

    Zuletzt begeisterte die IKG-Garde mit einem Medley aus dem Musical  „Hairspray“, das auch auf den Prunksitzungen wieder zu sehen sein wird.
    Zuletzt begeisterte die IKG-Garde mit einem Medley aus dem Musical „Hairspray“, das auch auf den Prunksitzungen wieder zu sehen sein wird.
    Foto: Hosser

    Idar-Oberstein - Von der nächsten Woche an lädt die Idarer Karnevalgesellschaft an den drei Samstagen vor dem Fastnachtswochenende zu ihrer Prunksitzung ein. Zu den Höhepunkten des Abends werden mit Sicherheit die Schautänze der beiden Garden gehören.

    Seit vier Jahrzehnten sind sie fester Bestandteil des IKG-Programms. Die traditionellen Gardemärsche gab es bei der IKG schon seit den 1950er-Jahren, 1972 begann man, nicht zuletzt um Nachwuchs für die Garden zu gewinnen, den „modernen“ Schautanz in die Aktivitäten aufzunehmen.

    Erste Trainerin für den Schautanz war die Idarer Turnlegende Herta Lang. Die heute 88-Jährige erinnert sich: „Die Schautänze waren längst nicht so pompös wie heute. Um die Kostüme mussten sich die Tänzerinnen selber kümmern.

    Ich sagte ihnen, was ungefähr gefragt war, und dann haben sie sich das zu Hause zusammengesucht.“ Ein Schautanz wurde zunächst nur im Dezember aufgeführt, im Anschluss an den Theaterschwank der IKG. Thematisch habe man sich am Inhalt des Stückes orientiert.

    Die Tänzerinnen seien meist aus ihren Gruppen beim Idarer Turnverein gekommen. Musikalisch, so Herta Lang, habe man sich meist an der aktuellen Mode orientiert, wobei ihr persönlich aber die Darstellungen von Märchen am besten gefielen.

    Nach einigen Jahren hatten die Garden einen so großen Zulauf, dass man zu Beginn der 80er-Jahre eine kleine und eine große Garde bildete. Die kleine Garde übernahm zunächst Wolfgang Huth, ein passionierter Tänzer, der einige Jahre den Edelstein-Tanzclub mitbegründet hatte und gemeinsam mit seiner Frau das Tanzen als Leistungssport betrieb. „Ich habe da richtigen Drill reingebracht“, erzählt Huth, der bald auch die große Garde übernahm.

    „Ich habe mich stark an lateinamerikanischen Tänzen mit oft komplizierten Schrittfolgen orientiert. Das kriegt man nicht ohne strenge Disziplin hin.“ Und er habe den Mädchen beigebracht, so berichtet Huth weiter, sich richtig zu verkaufen, um das Publikum zu begeistern. So führte er nicht nur glitzernde Kostüme mit Pailletten ein, sondern auch, dass die Tänzerinnen für ihre Auftritte geschminkt wurden.

    Rund fünf Jahre leitete Huth die Garden. „Ich habe dann aufgehört, weil ich mich stärker auf den Tanzsport konzentrieren wollte“, erinnert sich der heute 72-Jährige. Seine Nachfolgerin war Sigrid Daniel, inzwischen verheiratete Quint und heute Leiterin der Außenstelle Idar-Oberstein des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.

    „Ich kam ziemlich frisch von der Uni und war von daher stark am Jazzdance orientiert“, blickt sie zurück. „Mein erster Schautanz war zu ,Nights of bald Mountain' von Bob James.“ Besonders lebhaft erinnert sie sich an die „stahlblauen hautengen Gymnastikanzüge“, in denen der Aerobic-Mode der Zeit entsprechend getanzt wurde.

    Die ersten zwei Jahrzehnte des Schautanzes hat IKG-Urgestein Uschi Wild als Tänzerin miterlebt. „Als wir anfingen, war die IKG noch ein armer Verein“, berichtet sie. „Für die Garde blieb da nicht viel übrig.“

    Und so ist es vor allem ein Verdienst der drei Betreuerinnen, die die Garden bis heute hatten – Annelore Heinz, Ulrike Pälzer und seit 1995 bis heute Karin Mähringer –, dass die Schautanzauftritte auch immer durch die originellen Kostüme zum Erlebnis wurden. Die Tänzerinnen hat die gemeinsame Bühnenerfahrung zusammengeschweißt. „Da sind viele Freundschaften entstanden, die bis heute gehalten haben“, so Uschi Wild.

    Nachdem im Jahr 1992 Martina Bohrer das Schautanz-Training vorübergehend übernommen hatte, folgte ihr Sonja Wrulich, die heute in Bad Dürkheim eine Beauty-Farm betreibt. Seit 1999 studiert Ilonka Hagner die Tänze ein. Die Schwester von Gardebetreuerin Karin Mähringer kam zur IKG, als sie und ihre drei Schwestern alle binnen eines halben Jahres jeweils eine Tochter bekamen – und alle vier Kusinen dann natürlich mit sechs Jahren Gardemädchen werden wollten.

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

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