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    StraßenhausViele Gewerbetreibende fürchten Einbußen

    Während Ortsbürgermeisterin Birgit Haas die Stimmung in Straßenhaus als euphorisch beschreibt, gibt es im Ort auch andere Stimmen. Mancher Gewerbetreibende entlang der Ortsdurchfahrt befürchtet Einbußen für sein Geschäft, wenn der Durchgangsverkehr wegfällt - aber nicht jeder Händler sieht der Umgehung mit Schrecken entgegen. Immer wieder wird der Vergleich mit Rengsdorf gezogen.

    So ungefähr könnte der Verkehr um Straßenhaus geleitet werden - und damit den Händlern entlang der Ortsdurchfahrt verloren gehen.
    So ungefähr könnte der Verkehr um Straßenhaus geleitet werden - und damit den Händlern entlang der Ortsdurchfahrt verloren gehen.
    Foto: privat

    Als schwierig einzuschätzen beschreibt Heike Tabi, Inhaberin eines Bioladens an der Raiffeisenstraße, die Auswirkungen. Zuvor hatte sie ihr Geschäft in Rengsdorf. Wenn die Umgehung ähnliche Auswirkungen wie dort habe, sei das ganz schlecht für Straßenhaus, findet Tabi. Mit Blick auf die umliegenden Ortschaften schätzt sie die Lage von Straßenhaus aber günstiger ein. Für sich selbst befürchtet sie keine negativen Auswirkungen, da es meist Stammkunden seien, die wegen des speziellen Sortiments ihren Laden aufsuchen. Mit Blick auf die jetzige Verkehrssituation stellt sie fest: "Der Bedarf für eine Umgehung ist schon da. Gerade zu Stoßzeiten."

    Diesen Bedarf erkennt auch Kerstin Blass, Inhaberin des Kinderkleidergeschäfts Schicki Micki. Allerdings hält sie von der geplanten Trasse wenig, verweist auf die Eingriffe in die Natur. "Ein Tunnel wäre sicherlich angenehmer, auch für die Bewohner in der Birkenstraße", sagt sie. Die viel befahrene Ortsdurchfahrt stuft Blass als gefährlich ein - vor allem für Kinder und weil viele Autofahrer Rotphasen der mobilen Ampelanlage ignorieren oder übersehen würden. Dass ihr Geschäft unter einer Umgehung leiden wird, glaubt Blass nicht - viele Kunden kämen extra für ihren Einkauf nach Straßenhaus.

    "Schlimm" findet Avan Hamad die Vorstellung einer Umgehung. Mit ihrer Eisdiele ist sie vor der Umgehung Rengsdorf nach Straßenhaus "geflüchtet". "Ganz schlecht" sei eine Umgehung für das Geschäft. "Neue Kunden kann man dann nicht mehr gewinnen", befürchtet Hamad. So blute der Ort aus - wie Rengsdorf, sagt sie. "Aber bis es so weit ist, dauert es hoffentlich noch 15 oder 20 Jahre, und ich bin in Rente", hofft Hamad und lacht. Dass sich nichts am Ortsbild ändert, wünscht sich auch Ruth Hasni, Inhaberin einer Modeboutique. Die Chancen dafür schätzt sie gar nicht so schlecht ein. Schließlich sei die Umgehung schon seit Jahren Thema, aber der Verkehr rollt weiterhin durch den Ort. Verständnis für Anwohner, die sich eine Entlastung wünschen, äußert Ralf Muscheid. So richtig anfreunden mit dem Gedanken, dass in Zukunft ein Großteil des Durchgangsverkehrs wegfallen könnte, kann sich der Metzger aber nicht. obi

    RZ fragt Ortschefin: Straßenhaus bald mit Umgehung?
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