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    MelbourneVettel: Jenson zu schnell für uns

    Fragen an den zweimaligen Formel-1-Weltmeister und Titelverteidiger Sebastian Vettel nach seinem zweiten Platz beim Großen Preis von Australien.

    Respekt!
    Sebastian Vettel (l) gratuliert Jenson Button zum Sieg in Melbourne.
    Foto: Diego Azubel - DPA

    War Rang zwei hinter Jenson Button nach dem sechsten Startplatz eine 100-prozentige Ausbeute?

    Vettel: «Ich glaube, das kann man sagen. Nach dem vielleicht nicht so perfekten Tag gestern war das unser Maximum. Im Rennen waren wir deutlich näher an McLaren als im Qualifying. Trotzdem war Jenson zu schnell für uns.»

    Button auf Platz ein, Lewis Hamilton Dritter - sind die McLaren die Favoriten oder sind Sie mit Red Bull Kopf an Kopf?

    Vettel: «Nein, sind wir nicht. Sie waren an diesem Wochenende stärker. Wir haben sie bereits stark erwartet. Sie sind es, die es im Moment zu schlagen gilt.»

    Wie sehr hat Ihnen die Safety-Car-Phase geholfen, um an Lewis Hamilton vorbei auf den zweiten Platz zu kommen?

    Vettel: «Wir waren zur Mitte des Rennens auf gleicher Höhe mit Lewis. Wir konnten am Ende, als seine Reifen vielleicht ein bisschen zu viel abgebaut haben, den entscheidenden Schritt machen. Wir haben dann auf das Gegenteil gesetzt, sprich: Er ist in die Box, wir sind draußengeblieben. Ich glaube, wir hätten es auch ohne die Safety-Car-Phase vorbeigeschafft. Ich hatte noch ein bisschen Saft in den Reifen und konnte in der Runde attackieren.»

    Ihr Überholmanöver gegen Nico Rosberg zu Rennbeginn war ziemlich spektakulär. Wie haben Sie das erlebt?

    Vettel: «Viel Luft war nicht. Ich habe mir gesagt, ich muss irgendwie da so schnell wie möglich vorbei. Mir war klar, dass Nico seinen Platz verteidigt. Vorbeigewunken hat er mich nicht. Das war letzte Rille. Nicht viel nachgedacht, sondern die Lücke genutzt.»

    Gehen Sie von den gleichen Kräfteverhältnissen beim kommenden Rennen in Malaysia aus?

    Vettel: «Das weiß ich nicht, schauen wir mal. Ich glaube, wir haben heute sehr viel gelernt. Das Auto hat Potenzial und das macht uns alle sehr mutig. Ich glaube, wir müssen uns nicht verstecken. Trotzdem wissen wir, dass wir nicht ganz am Optimum sind.»

    In welchen Bereichen muss sich der Wagen noch verbessern bis Malaysia?

    Vettel: «Einen Punkt da rauszunehmen, wäre nicht richtig. Das Rennen hat uns sehr gut getan, das Auto besser zu verstehen. Wir sind alle sehr motiviert und uns gefällt das nicht, wenn uns McLaren auf der Nase rumtanzt.»

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