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    RaubachUS-Prinz trägt Robe aus Raubach

    Karneval und Raubach, da war doch mal was. An den letzten närrischen Lindwurm, der sich durch den Ort schlängelte, können sich die meisten Raubacher Einwohner noch gut erinnern.

    Pia und Josef Arenz beim Feinschliff der Prinzenrobe
    Pia und Josef Arenz beim Feinschliff der Prinzenrobe
    Foto: Jörg Niebergall

    Seit fünf Jahren läuft einem hier aber keine Pappnase mehr über den Weg. Doch der Karneval in Raubach lebt: Die hier beheimatete Firma Arenz hat sich in Sachen Karnevalsbekleidung einen weltweit guten Ruf erarbeitet.

    Die Geschäftsidee, vor 44 Jahren mit dem Verkauf von Stoffen geboren, hat inzwischen zur Marktführerschaft für Garde- und Prinzenuniformen, aber auch für ganz normale Karnevalskostüme – ob Piraten-, Giraffen- oder Hippiemuster – geführt. Auch in den Vereinigten Staaten schwören Prinzen und Prinzessinnen auf die Kollektion aus dem Westerwald.

    Für die Karnevalssession 2005/2006 ließ das amerikanische Prinzenpaar aus St. Paul/Minnesota, Prinz Larry George I. und Prinzessin Vicky Lynn I., neben Prinzenornat und Prinzessinnenkleid auch Kleider und Gardeuniformen für den gesamten Hofstaat sowie Zubehör wie Kappen, Prinzenfedern, Zepter, Diademe und vieles mehr von der Firma Arenz anfertigen.

    Der Kontakt entstand über das Internet. „Die Firma Arenz erfüllte unsere Ansprüche auf Anhieb“, sagte Hofdame Rachel Imbrock beim Besuch des Prinzenpaares aus Minnesota in Deutschland. Um maßgeschneidert produzieren zu können, wurde jede Person in St. Paul bebildert abgemessen, Materialien wurden ausgetauscht und die besonderen Ausstattungswünsche beschrieben.

    Die Arenz GmbH ist ein 1967 gegründetes Familienunternehmen, damals noch unter der Firmenbezeichnung „Reste Arenz“ mit den Inhabern Käthe und Hans-Josef Arenz. Schwerpunkt zu dieser Zeit war der lokale Handel mit Textilien, insbesondere mit Stoffen und Kurzwaren sowie Rest- und Sonderposten.

    1978 spezialisierte sich das Unternehmen aufgrund reger Nachfrage auf Stoffe und Zubehör für Vereine, mit schneller Entwicklung in Richtung des gesamtdeutschen Marktes. Mit seinem einzigartigen Versandkatalog wurde ein bundesweiter Vertrieb aufgebaut, der auch heute noch prosperierend ist. Namhafte Vereine von Flensburg bis Passau, auch aus dem Ausland zählen zum Kundenkreis. Dabei gilt das Motto: keine Massenware – Individualität zählt.

    Und wo Familienbetrieb draufsteht, ist auch Familienbetrieb drin: Vater Josef Arenz ist der Chef. Ehefrau Pia kümmert sich um den Kostümladen, Sohn Felix, gelernter Designer, ist Chef in der Näherei, die Zwillingstöchter Anna und Sarah kümmern sich um den Versand im Karnevalsshop. Opa Hans-Josef sowie Oma Käthe springen ein, wenn Not am Mann ist.

    Die eigene Produktion vor Ort in Raubach garantiert dem Kunden stets sofortige und unkomplizierte Lieferung und Nachlieferbarkeit; aus diesem Grund werden Produktion und Verkauf zentral an einem Ort verwaltet. In der hauseigenen Musterausstellung ist die jeweils aktuelle Kollektion zu bewundern.

    Die Kölner „InterKarneval“ ist die Plattform zur Präsentation für den Kostümhersteller. Durchschnittlich 15 000 Besucher aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland besuchen jährlich die Messe für Karnevalsvereine und Tanzsportverbände. 2004 präsentierte Josef Arenz hier erstmals seine Innovation für den ordentlich gekleideten Prinzen: ein vierteiliges Prinzenkostüm mit mehr Bewegungsfreiheit, ohne Schrittkneifen und Hochrutschen des Wamses.

    Seine Idee steht im Gegensatz zu allen marktüblichen Prinzenornaten, die aus nur drei Teilen bestehen: dem Wams, der Hose und dem Umhang. Die geniale Idee: „Die mit dem Wams fest verbundenen Arme haben wir getrennt. Dadurch verhindern wir das ärgerliche Hochrutschen des Ornats.“ Zusätzlich ließen sich in das nun entstandene eigene Unterkleid Schweißblätter einsetzen, die den Achselbereich und damit das eigentliche Wams vor dem Durchnässen bewahren.

    Seit Neustem sind einzigartige Brokatstoffe für alle möglichen Kostüme im Vereinsdesign verfügbar. „Erstmals können wir Vereinen und Unternehmen zu erschwinglichen Preisen hochwertige Brokatstoffe im individuellen Look anbieten“, freut sich Inhaberin Pia Arenz.

    In dieser extrem langen Karnevalssession kann die Familie allerdings mal ein wenig durchatmen. „Die Prinzenkostüme für die laufende Karnevalszeit sind alle schon weg“, sagt Arenz. Der Karnevalsshop läuft dagegen bei rund 150 Paketen täglich noch auf Hochtouren. Es soll ja schließlich jeder Karnevalist bis zu den tollen Tagen bedient werden.

    Von unserem Mitarbeiter Jörg Niebergall

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