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    USC fühlt sich vom Sportinstitut der Uni schikaniert

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    Stabhochspringerin Carolin Hingst war leicht irritiert, als sie das Institutsschreiben an der Leichtathletikhalle las. USC-Abteilungsleiter Stephan Kallenberg war schwer verärgert. 
Fotos: Eßling/Willwacher
    Stabhochspringerin Carolin Hingst war leicht irritiert, als sie das Institutsschreiben an der Leichtathletikhalle las. USC-Abteilungsleiter Stephan Kallenberg war schwer verärgert. Fotos: Eßling/Willwacher
    Foto: Willwacher

    Seit dieser Woche darf Kallenberg sicher sein, dass zumindest Institutsleiter Professor Wolfgang I. Schöllhorn daran kein Interesse hat.

    Stabhochspringerin Carolin Hingst war leicht irritiert, als sie das Institutsschreiben an der Leichtathletikhalle las. USC-Abteilungsleiter Stephan Kallenberg war schwer verärgert. 
Fotos: Eßling/Willwacher
    Stabhochspringerin Carolin Hingst war leicht irritiert, als sie das Institutsschreiben an der Leichtathletikhalle las. USC-Abteilungsleiter Stephan Kallenberg war schwer verärgert. Fotos: Eßling/Willwacher
    Foto: Eßling

    Der nämlich ließ einen Aushang an der Leichtathletikhalle anbringen, in dem er ankündigte, vom 1. Februar an keine Sportgeräte mehr aus dem Bestand des Instituts an den USC auszuleihen. Begründung: "Die jahrelange Praxis der Geräteausleihe (...) stellt eine unverhältnismäßige Bevorzugung eines Vereins im Vergleich zu anderen Sportvereinen dar. Die angespannte Haushaltslage der Universität lässt eine Sonderbehandlung in Bezug auf die Ausleihe von Sportgeräte und die damit einhergehenden finanziellen Mehraufwendungen nicht mehr zu (...)"

    Thorsten Reinemann mochte das Schreiben auf MRZ-Anfrage zunächst nicht kommentieren. "Das ist im Prinzip eine Sache zwischen dem USC und dem Institut, die noch nicht geklärt ist", sagte der Verwaltungsleiter. "Wir haben mit den Verantwortlichen des Vereins bereits Gespräche geführt, und die Gespräche laufen auch noch." Warum das Institut den internen Vorgang mittels des Aushangs öffentlich gemacht hat, vermochte Reinemann nicht zu erklären. Stephan Kallenberg jedenfalls zeigte sich überrascht: "Mit uns hat in dieser Angelegenheit noch niemand gesprochen. Wir haben erst durch den Zettel an der Tür davon erfahren."

    Reinemann nahm dann doch Stellung. Doch je ausführlicher der Verwaltungsleiter dies tat, desto merkwürdiger mutet das Vorgehen des Instituts an. Dass es sich beim USC um den Universitätssportclub handele, rechtfertige keine Sonderbehandlung. "Das ist ein ganz normaler Sportverein." Welche Vereine demgegenüber benachteiligt würden? "Wir haben einige Vereine hier, die nicht standardmäßig da sind." Für Hallen oder Stadionbenutzung müsse der USC selbstverständlich nichts zahlen, versicherte Reinemann. "Es geht um Kugeln, Disken oder Speere." Wie haben die USC-Athleten die Eisenkugeln zerstört? "Eine Kugel geht nicht kaputt, kommt aber abhanden. Bei Speeren verbiegen sich die Spitzen, wenn man sie auf Asphalt wirft. Das ist aber allgemein, das hat nichts mit dem USC zu tun."

    "Da sind wir aber beruhigt, dass man uns nicht noch Diebstahl und mutwillige Zerstörung vorwirft", kommentierte Kallenberg sarkastisch. "Allerdings stellt sich für uns schon die Frage, von welchen Kosten eigentlich noch die Rede ist."

    Der Leichtathletikchef des USC Mainz hat eine ganz andere Vermutung. Mehrere Dutzend Mitglieder hätten sich bereits bei ihm gemeldet und über Schöllhorns Ankündigung beklagt. "Das meistgebrauchte Wort war ,Schikane', knapp vor ,Mobbing'."

    Laut Paragraf 101 des Landeshochschulgesetzes obliegt dem für den Sport zuständigen Fachbereich auch die Förderung des Leistungssports, so- weit dies die Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre nicht beeinträchtige. "Herr Reinemann hat mir diese Woche aber etwas anderes erzählt", sagt Kallenberg. "Er hat wörtlich gesagt: ,Ich will es etwas überspitzt formulieren: Herrn Professor Schöllhorn ist der Leistungssport und der USC egal.'"

    Das, sagt Kallenberg, "ist doch mal eine Aussage."

    Peter H. Eisenhuth

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