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    KlingenthalUhrmann verschenkt Sieg - Stoch gewinnt Weltcup

    Der dritte Weltcup-Sieg von Michael Uhrmann war zum Greifen nah. Auf der dritten Station der Team-Tour der Skispringer führte er nach dem ersten Durchgang mit Schanzenrekord, wurde dann aber nur 13. «Überflieger» Severin Freund belegte beim Sieg des Polen Kamil Stoch Platz zehn.

    Gratulation
    Der Pole Kamil Stoch (r) hat in Klingenthal gesiegt. Michael Uhrmann gratuliert ihm.

    Trost statt Siegesjubel: Als Michael Uhrmann als letzter Springer der Konkurrenz bei 115 Meter förmlich abstürzte, waren seine Kollegen zur Stelle, um ihm tröstend auf die Schulter zu klopfen. Viel lieber hätten sie ihn auf den Schultern durch die Vogtland Arena in Klingenthal getragen. Die Chance auf den ersten Saison-Sieg des Rastbüchlers wurde förmlich vom Winde verweht. So gewann der Pole Kamil Stoch zum zweiten Mal in seiner Laufbahn ein Weltcup-Springen. Mit 264,6 Punkten für Flüge auf 132 und 136 Meter verwies er auf der dritten Station der Team-Tour Weltcup-Spitzenreiter Thomas Morgenstern (Österreich/264,0) und Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz/263,3) auf die Plätze. Bester Deutscher war schließlich Severin Freund (Rastbüchl), der Rang zehn belegte.

    Uhrmann wurde zur tragischen Figur. Der Rastbüchler hatte im ersten Durchgang mit 146 Metern den Schanzenrekord von Ammann um anderthalb Meter überboten. «Den Sprung habe ich optimal getroffen. Schanzenrekord in Klingenthal - das ist schon etwas Besonderes», sagte Uhrmann, nachdem er seine Freude lauthals wie selten zuvor in den Abendhimmel geschrien hatte. Bei dem Sprung stimmte aber auch alles: Die tiefe Hocke, der punktgenaue Absprung, das schnelle V, die Streckbewegung und das Luftpolster. «Ich hatte in jüngerer Vergangenheit, besonders in den Qualifikationen, einige gute Sprünge. Aber der toppte alles», meinte der Bayer.

    Sein dritter Weltcup-Sieg war zum Greifen nahe, es konnte kaum etwas schiefgehen. Doch als einziger Springer im zweiten Durchgang hatte er Rückenwind, zudem verkrampfte er in dem Bemühen, den 13 752 Zuschauern noch eine weitere Flugshow zu bieten. «Es ist schon blöd, wenn du so eine Chance hast und dann bei 115 Meter landest. Aber es hilft nichts. Ich nehme den ersten Durchgang mit, der war genial», meinte der Bayer. Er machte aber auch keinen Hehl daraus, dass es an ihm lag: «Der Sprung war nichts. Aber lieber so 13. werden als mit zweimal 130 Meter», meinte Uhrmann

    Bundestrainer Werner Schuster war nur bedingt enttäuscht. «Michael hat nicht viele gute Sprünge hier in Klingenthal gezeigt. Er war nicht reif für den Sieg, auch wenn er alles gegeben hat. Seine Stabilität ist nicht da, zwei gleich gute Flüge gelingen nur selten. Wir sind aber auf einem guten Weg, dürfen uns nicht beirren lassen», meinte Schuster.

    So war Freund einmal mehr bester DSV-Springer, auch wenn seine Leistung diesmal keine Jubelstürme auslöste. Doch fünf Deutsche unter den besten 20 gab es auch nicht so oft in jüngerer Vergangenheit. Von den jungen Springern empfahl sich Richard Freitag noch für die WM. Der Sachse aus Aue, der im Vogtland das Springen erlernte, belegte Platz 17 und landete damit noch vor Pascal Bodmer (Meßstetten), der 19. wurde. Davor platzierte sich noch Michael Neumayer aus Berchtesgaden auf Rang 15.

    Zerknirscht sah Martin Schmitt aus. Der Furtwangener landete im ersten Durchgang bei 115,5 Metern und erlebte das Finale nur als Zuschauer. «Ich bin sehr enttäuscht und muss das alles erst mal analysieren», meinte der viermalige Weltmeister. Er hatte den Rückenwind gespürt, aber solch einen Absturz nicht erwartet. Damit könnte er sogar seine WM-Fahrkarte verspielt haben. «An die WM verschwende ich jetzt keinen Gedanken», sagte er.

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