40.000
  • Startseite
  • » Trainer-Star ohne Glück: Sprinter noch Mitläufer
  • Trainer-Star ohne Glück: Sprinter noch Mitläufer

    Whistler (dpa). Der Trainer ist der Star, seine Sportler suchen verzweifelt den Anschluss an die Weltspitze. Skilanglauf-Olympiasieger Tor Arne Hetland will die Sprinter des Deutschen Skiverbandes in die Siegspur bringen, doch der durchschlagende Erfolg hat sich noch nicht eingestellt.

    Und so sind die DSV-Sprinter am 17. Februar auch bei den olympischen Entscheidungen in der klassischen Technik im Whistler Olympic Park eher Außenseiter als Kandidaten für Top-Ten-Plätze. Auch wenn Hetland dies anders sieht. «Sie können ganz weit nach vorn kommen», orakelt der Norweger.

    Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: Hetland hat im Jahr eins seiner beratenden Funktion schon einiges erreicht. «Er bringt eine ganz andere Qualität ins Training, arbeitet auch viel im taktischen Bereich. Die Sportler müssen sich erstmal darauf einstellen, denn es ist spezifischer: Mehr Kraft, mehr Schnelligkeit, mehr Ausdauer», lobt Bundestrainer Jochen Behle seinen Assistenten.

    Der Norweger mit Wohnsitz in der Schweiz arbeitete bislang mit Josef Wenzl (Zwiesel) und Daniel Heun (Gersfeld) zusammen. Wenzl fiel nach tollen Vorleistungen mit Saisonbeginn in ein Leistungsloch, aus dem er erst seit Jahresbeginn langsam herauskam und buchstäblich in letzter Minute doch noch das Olympia-Ticket löste. Heun verletzte sich zu Saisonbeginn und bestritt kein Weltcup-Rennen.

    So half Hetland auch bei den Damen aus, betreute die Olympia- Starterinnen Nicole Fessel (Oberstdorf) und Hanna Kolb (Buchberg) zumindest bei Weltcup-Auftritten. Besonders die lange Zeit stagnierende Fessel machte im neuen Jahr einen Qualitätssprung.

    Wegen einer Knieverletzung hatte Hetland die Ski am Ende der vergangenen Saison in die Ecke stellen müssen. Ein Angebot als Co-Trainer der norwegischen Sprint-Damen schlug er aus und entschied sich stattdessen für den Job in Deutschland. Sein Haus in Norwegen verkaufte er und ließ sich mit seiner Frau Guri in Davos nieder.

    Die Arbeit in Deutschland macht ihm Spaß, doch er ist unterfordert. Aus der Schweiz liegt ihm ein offizielles Angebot vor, die Sprinter von Trond Nystad, dem Ehemann von Claudia Nystad (Oberwiesenthal), zu übernehmen. Doch auch der DSV würde gern mit ihm weiterarbeiten. Deshalb wird derzeit über eine gemeinsame deutsch-schweizerische Sprinter-Mannschaft und um die weitere Finanzierung Hetlands zwischen beiden Verbänden verhandelt. «Ich brauche ein Team, keine Einzelstarter. Nur so kommt man im Sprint voran», so Hetland.

    Die Defizite im deutschen Sprint macht er an der Vergangenheit fest. «Man hat hier trainiert wie zu Zeiten von Peter Schlickenrieder 2002. Doch der Sprint hat sich entwickelt und verlangt Arbeit ein ganzes Jahr lang», sagt er und verweist auf die 12 Jahre, die er allein arbeitete. «Ich hatte kein Talent, aber 100 Prozent Willen. Den brauchen auch Wenzl und Tim Tscharnke, die alles für gute Sprinter mitbringen. Und deshalb traue ich ihnen in Whistler auch viel zu», meint Hetland.

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    -3°C - 4°C
    Sonntag

    -5°C - 2°C
    Montag

    -3°C - 2°C
    Dienstag

    -2°C - 4°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Umfrage: Feiertagsruhe

    Ist es noch zeitgemäß, an etlichen Feiertagen Musik-, Sport- und Tanzveranstaltungen zu verbieten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!