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    StettinTeam-«Mama» Steffen: Titel fürs Selbstvertrauen

    Stettin war nur eine Zwischenstation auf Britta Steffens langem Weg nach London 2012. Mit Siegen tankte sie mentale Kraft für die beim WM-Debakel von Shanghai verletzte Spitzensportler-Seele - auch ohne Spitzen-Konkurrenz. Die 28-Jährige sah sich als deutsche Team-«Mama».

    «Mama»
    Britta Steffen (r) kümmert sich auch um Dorothea Brandt, Paulina Schmiedel und Daniela Schreiber (l-r).
    Foto: Jerzy Undro - DPA

    Ihre ersten internationalen Siege nach dem WM-Desaster registrierte Britta Steffen eher kühl als überschwänglich. Die Kurzbahn-EM in Stettin hakte der Gefühlsmensch mit drei Goldmedaillen wie alle anderen als Zwischenstation auf dem langen Olympia-Weg nach London ab - auch wenn Steffen die Siegerehrungen sichtlich genoss. In der Nähe ihrer Geburtsstadt Schwedt waren die Erfolge eine willkommene Stärkung für die im Sommer bei den Weltmeisterschaften in Shanghai so angeknackste Seele. «Selbstvertrauen baut sich ab, Selbstvertrauen baut sich auf, und im Moment bin ich am Aufbauen», erklärte Steffen, die im Juli in China vorzeitig abgereist war.

    Auch ohne die ganz große Konkurrenz schwamm Steffen bei ihrem Sieg über 100 Meter Freistil Weltjahresbestzeit. «Der aufgezeigte Weg ist also der richtige», sagte sie - und untermauerte dies mit dem Sieg über 50 Meter. Zudem konnte sich die Doppel-Olympiasiegerin auch um andere kümmern und ganz ihre fürsorgliche Seite zeigen. Im Becken verteilte die 28-Jährige mit ihren Goldmedaillen keine Geschenke, dafür umso mehr Zuneigung im eigenen Team. Besonders die Staffeln mit Nachwuchsschwimmerinnen hatten es der Doppel-Olympiasiegerin angetan. «Das macht schon Spaß. Die Paulina ist 'ne ganz Süße. Sich um die zu kümmern, macht mir Spaß», sagte Steffen. «Ich glaube, ich habe mich da in einer ganz guten Rolle gefunden. Ich werde hier schon wegen meines Alters als Mama bezeichnet.»

    Beispielsweise zeigte Steffen der 18 Jahre alten EM-Debütantin Paulina Schmiedel das Prozedere bei der Siegerehrung. «Ich möchte den Jüngeren den Druck nehmen. Hier scheint als Mannschaft etwas zu wachsen, was sich als Team anfühlt, und das ist eine gute Tendenz», berichtete Steffen, für die ein gutes Miteinander ein Mosaikstein ihres persönlichen Wohlfühlfaktors ist.

    Nach der heftig kritisierten WM-Abreise betont Steffen nun zwar den Teamgedanken, stellt die Jungen in der ausgewiesenen Individualsportart aber auch nicht unter generellen Welpenschutz. Wie das auch Freund Paul Biedermann nicht macht («Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen»).

    Den Wechselfehler der 18-Jährigen EM-Debütantin Doris Eichhorn, der der dann disqualifizierten Lagen-Staffel mit Schlussschwimmerin Steffen die Bronzemedaille kostete, kommentierte sie eher nüchtern: «Das ist traurig, aber das ist der Sport.» Teamkollegin und Aktivensprecherin Dorothea Brandt reagierte deutlich emotionaler, bedauerte unter Tränen die verpasste erste internationale Medaille der Berliner Schülerin.

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