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  • Szymkowiak/Huber haben nicht nur Rodel-Tick

    Whistler (dpa). Die eine verkauft selbst-designte Tassen, die andere hat einen Video-Tick - gemeinsam sind sie Kerstin Szymkowiak und Anja Huber das schnellste Frauen-Zimmer im Skeleton.

    Die im schweizerischen Arth lebende Kerstin Szymkowiak finanzierte mit ihrer Idee «Ich schiebe den Ice- Tiger zu Olympia 2010» - so lautet das Motto ihrer Tassen-Aktion - ihre Trainingslager. «Mit dem Erlös des Tassenverkaufs wurde es mir erleichtert, mich bestens auf die Wintersaison vorzubereiten. So konnte ich mich mit meinen Betreuern vom Alltag entfernen und mich vollkommen auf das Athletiktraining konzentrieren», sagte die WM- Dritte, die ihren Skeleton-Schlitten «Ice Tiger» nennt.

    37 Tassen verkaufte sie nach der WM 2009 in Lake Placid. «Das Ziel ist erreicht, wenn alle 100 Tassen einen Besitzer gefunden haben. Eine Unterstützung kommt zu jedem Zeitpunkt richtig, sie hilft, dass ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann», meinte die Olympia-Debütantin von der RSG Hochsauerland.

    Zimmer-Kollegin Anja Huber, mit der sie früher nicht immer auf einer Wellenlänge lag, weil eine Nominierungsposse des deutschen Verbandes ihr den Vorzug für Olympia in Turin ermöglichte, hat einen anderen Spleen. Die gelernte Sportmanagerin schaute sich im Vorfeld der Olympischen Winterspiele das Strecken-Video der schwierigen Whistler-Bahn mindestens 300 Mal auf ihrem Handy an. «Da mag halt auch Aberglaube mit dabei sein», meinte Huber.

    Doch hinter ihrem Tick steckt mehr: «Ich habe 2008 damit mal angefangen, und es hat Glück gebracht und funktioniert. Seitdem mache ich es. Bei der internationalen Trainingswoche im vergangenen November lief es super. Ich bin einfach runter und wusste ohne groß zu überlegen, was ich machen muss. Im Sommer habe ich das Video jeden Tag gesehen, von April bis und November. Ich bin quasi mit dem Video eingeschlafen», betonte die Berchtesgadenerin.

    Auch im Krafttraining wurde der mit einer Helmkamera gefilmte Kurzfilm verwendet: «Wir haben das richtig integriert, damit wir die Nackenmuskulatur trainieren konnten. Da fahre ich dann in der Trainingshalle per Video jeweils die Bahn ab, und Cheftrainer Raimund Bethge stoppt die Zeit mit», erklärte Huber, die nach einem schweren Trainingssturz in Turin vor vier Jahren mit einem Schleudertrauma und mehreren Schürfwunden ins Rennen gegangen war. Vor den Rennen überzeugte sie mit Bestzeiten, mit dem Handicap landete sie 2006 nur auf dem achten Platz.

    Nun wollen die einstigen Rivalinnen der Eisbahn gemeinsam den Erfolg, nachdem Bundestrainer Jens Müller die beiden 2009 zum «Zusammen-Wohnen» verdonnert hatte. «Wir haben gemerkt, es funktioniert. Und wenn wir zusammenarbeiten, sind wir auch erfolgreich.» Mittlerweile ist es das erfolgreichste Frauen-Zimmer im Weltcup-Zirkus.

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