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  • «Smart Meter»: Neue Stromzähler ab 2010

    Berlin (dpa). Mit intelligenten Stromzählern und neuen Tarifen sollen die Verbraucher in den nächsten Jahren ihre Stromrechnung reduzieren können. Vom 1. Januar 2010 an müssen elektronische Stromzähler in Neubauten und bei umfangreichen Sanierungen eingebaut werden.

    «Nach unseren Schätzungen wird dies bundesweit etwa 400 000 Haushalte im Jahr 2010 betreffen», sagte Hildegard Müller vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. Die intelligenten Messgeräte («Smart Meter») zeigen zunächst den Verbrauch des letzten Tages, Monats und Jahres an. Die Geräte sollen dafür sorgen, dass die Kunden Energie effizienter nutzen und die Stromnetze stabiler ausgelastet sind.

    «Einige Hersteller bieten auch Module an, mit denen diese Funktionen erweitert werden können», erklärte Müller, die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung ist. Dann kann man am Laptop schauen, wann man den meisten Strom verbraucht. «Im Laufe der nächsten Jahre werden diese Zähler technisch immer mehr können.» Nach Ansicht von Verbraucherschützern wird aber nur mehr Wettbewerb dauerhaft für günstigeren Strom sorgen.

    Bis der alte schwarze Stromzähler-Kasten überall verschwindet, wird aber noch viel Zeit vergehen. Bis zum Jahr 2020 sollen nach dem Willen der EU-Kommission 80 Prozent aller Haushalte mit den neuen Zählern ausgerüstet sein. Wer im Altbau wohnt und schon früher einen «Smart Meter» haben will, kann ab Januar den Einbau der etwa 150 Euro teuren Geräte auf eigene Kosten bei seinem Stromanbieter beantragen. Das könnte spätestens ab Ende nächsten Jahres Sinn machen. Zum 30. Dezember 2010 werden die Stromkonzerne neue variable Tarife anbieten. Wer dann in Randzeiten Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner anwirft, könnte stärker als heute von verbrauchsabhängigen Stromtarifen profitieren.

    Zum Start ins neue Jahr wird für viele Verbraucher der Strom aber teurer. Der Branchenverband weist den Eindruck zurück, die Preise stiegen auf breiter Front. «Der Markt entwickelt sich derzeit sehr unterschiedlich. Drei Viertel der 1100 Stromunternehmen halten die Preise über den Jahreswechsel stabil», sagte Müller. Der Staat kassiere beim Strom inzwischen 40 Prozent über Steuern und Abgaben. Auch hätten die Versorger enorme Kosten für den Ausbau der Netze.

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