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    Slowene Domen Prevc dominiert auch Weltcup in Lillehammer

    Domen Prevc dominiert den Skisprung-Weltcup nach Belieben. Beim dritten Saisonsieg des Slowenen war Markus Eisenbichler als Siebter bester deutscher Springer. Severin Freund kämpft weiter um den Anschluss an die Spitze.

    Sieger
    Der Slowene Domen Prevc sprang in Lillehammer 142,5 und 141,5 Meter weit.
    Foto: Geir Olsen - dpa

    Lillehammer (dpa). Bei der Flugshow des Youngsters Domen Prevc sprangen die deutschen Ski-Adler nur hinterher. Einzig Markus Eisenbichler deutete am Samstag in Lillehammer als Siebter sein Potenzial an.

    „Er hat es drauf. Er kann sich von der Mannschaft leicht absetzen“, lobte Bundestrainer Werner Schuster den Bayern. Gegen den wie entfesselt springenden Prevc hatte aber die Konkurrenz erneut keine Chance. Mit 142,5 und 141,5 Meter schaffte der 17 Jahre alte Weltcup-Spitzenreiter in beiden Durchgängen die größten Weiten und siegte vor Lokalmatador Daniel Andre Tande und Stefan Kraft aus Österreich. „Er hebt uns und den gesamten Skisprungzirkus momentan aus den Angeln“, resümierte Schuster. Für Prevc war es bereits der dritte Erfolg im vierten Saisonspringen.

    Weltmeister Severin Freund belegte mit zweimal 130 Metern den elften Rang. „Das war schon eine Steigerung zum Training. Aber trotzdem fehlen noch ein paar Sachen“, sagte Freund. Schuster pflichtete seinem Vorzeigespringer bei. „Es ist ein bisschen zäher als erwartet. Der Wettkampf mit zwei stabilen Sprüngen war wichtig“, sagte der Österreicher.

    Insgesamt bescheinigte er seinem Team „guten Durchschnitt“, obwohl die deutschen Starter bereits im ersten Durchgang alle Chancen auf einen Podestplatz eingebüßt hatten. Der größte Sprung nach vorne gelang Eisenbichler, der sich noch zehn Plätze nach vorne schob. „Im ersten Durchgang hat es von der Skiführung nicht gepasst. Jetzt bin ich einfach zufrieden. Es ist zwar immer gut, zwei gute Sprünge runter zu bringen, aber besser ein guter als gar keiner“, sagte der 25-Jährige.

    Ebenfalls in die Top 15 sprangen Stephan Leyhe (15.) und Karl Geiger, der Zwölfter wurde. „Es funktioniert ganz gut“, sagte der Oberstdorfer. Zufrieden war auch Team-Olympiasieger Andreas Wellinger (17.). Zwar lief noch nicht alles rund, doch die Formkurve zeigt leicht nach oben. „Das war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, wenn auch noch nicht so wie gewünscht. Ich muss weiter kleine Schritte machen“, sagte der 21-Jährige.

    Überhaupt nicht rund lief es dagegen bei Richard Freitag, der mit den Bedingungen Probleme hatte. 119 und 125,5 Meter reichten lediglich zum 24. Rang. „Ich habe das System noch nicht gefunden“, sagte der Sachse. Bis zur Vierschanzentournee hofft Schuster, dass sich Freitag und Co. steigern können. Immerhin steht nächste Woche in Engelberg bereits die Generalprobe für den ersten Saisonhöhepunkt an. „Wir müssen sehen, dass wir die Lücke schließen“, sagte der Bundestrainer.

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