40.000
  • Startseite
  • » Siebte Winterspiele: Rodler Huber will Rekord
  • Siebte Winterspiele: Rodler Huber will Rekord

    Oberhof (dpa). Im Schatten von Ausnahmerodler Armin Zöggeler will dessen Landsmann Wilfried Huber am Sonntag in Oberhof seinen Vancouver-Start perfekt machen und damit Olympia-Geschichte schreiben.

    Als erster Wintersportler überhaupt könnte der 39 Jahre alte Italiener seine siebten Winterspiele in Angriff nehmen - und damit Athleten wie Georg Hackl, Jochen Behle oder die finnische Langlauf-Legende Harri Kirvesniemi hinter sich lassen, die alle sechs Olympia-Teilnahmen aufweisen. «Das wäre natürlich eine einmalige Sache», sagte der aus einer Rodler-Familie stammende Südtiroler zu seiner historischen Chance. 16 Jahre nach seinem Doppelsitzer-Gold von Lillehammer wäre bei Olympia eine Medaille bei den Einsitzern wohl nicht in Greifweite, dennoch könnte Huber einen perfekten Abschluss seiner langen Karriere feiern.

    Vor 18 Jahren, bei den Winterspielen 1992 in Albertville, gab der nur 1,71 Meter große Südtiroler zusammen mit seinem langjährigen Doppelsitzer-Partner Kurt Brugger sein Olympia-Debüt. Nach Rang fünf folgte zwei Jahre später in Norwegen der goldene Olympia-Coup - vor seinem älteren Bruder Norbert. «Für mich waren das die schönsten Spiele, da stimmte einfach alles», schwärmt Huber noch heute von Lillehammer. «14 Tage Sonnenschein, die eisigen Temperaturen, die vielen Zuschauer. Und mit der Goldmedaille für mich und Kurt haben wir dann noch das optimale Ergebnis erzielt», sagte er dem Rodel- Weltverband FIL.

    1998 im japanischen Nagano lief es für das italienische Doppel nicht nach Wunsch, beim Olympia-Sieg der Deutschen Stefan Krauße/Jan Behrendt wurden sie Fünfte. Huber sattelte um und ging fortan bei den Einsitzern an den Start. In Salt Lake City wurde er 2002 Neunter, bei seinen Heimspielen von Turin landete er auf dem zehnten Platz. Noch einmal vier Läufe, dann soll mit der Zieleinfahrt bei seinen siebten Winterspielen endgültig Schluss sein. Doch zuvor muss sich Huber im Kampf um den letzten freien Olympia-Platz im italienischen Team gegen Konkurrent David Mair durchsetzen, die Mannschaft soll nach Oberhof benannt werden. So oder so: «Ich werde wohl meine Laufbahn nach diesem Winter beenden.»

    Der Rodelsport ist dem aus Bruneck stammenden Huber regelrecht in die Wiege gelegt. Bruder Norbert - 1992 Olympia-Dritter, 1994 Zweiter - führte ihn an den Kufensport heran. «Als er mich zum ersten Mal mit an eine Kunsteisbahn nahm, dachte ich mir, das ist eine tolle Sache», erinnert sich der Dauerbrenner. Wie der nun 39-Jährige fuhr auch dessen Bruder Günther zu Olympia-Gold - allerdings 1998 im Zweierbob. Vielleicht schreibt die Südtiroler Familie auch in Zukunft Olympia- Geschichte. «Nachwuchs gibt es bei uns jede Menge», sagt Huber. «Aber weder ich noch meine Brüder würden unsere Kinder zu irgendetwas zwingen. Wenn sie von sich aus rodeln möchten, ist es gut. Wenn nicht, ist es auch kein Problem.»

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Redakteur

    Maximilian Eckhardt

    Mail | 0261/892743

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Donnerstag

    -1°C - 5°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    4°C - 8°C
    Sonntag

    4°C - 8°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    UMFRAGE
    Thema
    Rock am Ring geht zurück

    Das Rockfestival findet 2017 nicht mehr in Mendig, sondern wieder am Nürburgring statt. Was sagen Sie zu diesen Neuigkeiten?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!