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  • Schwere Europacup-Lose für Handball-Bundesligisten

    Wien/Leipzig (dpa). Kein deutsches Duell, aber schwere Gegner: Auf dem Weg ins Europacup-Halbfinale stehen die vier Handball- Bundesligisten vor großen Herausforderungen.

    Den schillernsten Gegner im Viertelfinale erwischte bei der Auslosung in Wien die SG Flensburg-Handewitt im EHF-Pokal mit dem ehemaligen Champions- League-Sieger Celje Pivovarna Lasko, der vom früheren Kieler Meistertrainer Zvonimir Serdarusic betreut wird. «Celje ist eine der besten Mannschaften im EHF-Cup. Sie sind die Nummer eins in der eigenen Liga. Ich freue mich auf Champions-League-Atmosphäre in der Campushalle», sagte Flensburgs Manager Holger Kaiser begeistert.

    Weniger prominente, aber deswegen nicht weniger attraktive Kontrahenten haben in der Zentrale von Europas Handball-Verband EHF der TBV Lemgo und Frisch Auf Göppingen im gleichen Wettbewerb zugelost bekommen. Die Ostwestfalen treffen auf den Abonnement- Halbfinalisten BM Aragón Saragossa aus Spanien. Die Göppinger müssen sich mit Kadetten Schaffhausen aus der Schweiz auseinandersetzen. Die drei deutschen Teams haben am 27./28. März zunächst Heimrecht und treten am Wochenende 3./4. April auswärts an. Als vierter Bundesliga-Vertreter bekommt es der VfL Gummersbach im Pokalsieger-Wettbewerb mit dem Team Holstebro zu tun und muss zuerst bei den Dänen antreten.

    Das Aufeinandertreffen von Flensburg und Celje ist nicht ohne Brisanz. Zum einen gewannen die Slowenen 2004 den Titel in der Königsklasse durch einen Finalerfolg gegen die Norddeutschen. Zum anderen wird das Team seit Anfang Februar von Zvonimir «Noka» Serdarusic betreut. Der Kroate mit deutschem Pass holte 2007 als Trainer mit dem THW Kiel die Champions-League-Krone in einem unter Manipulations-Verdacht stehenden Endspiel gegen die Flensburger.

    All das aber interessierte Oscar Carlen nicht im geringsten. Flensburgs erst 21 Jahre alter Rückraumspieler hat mit der Vergangenheit nichts am Hut und geht unbelastet in die beiden Spiele. «Ich spiele zum ersten Mal gegen Celje. Es war nicht unser Wunschgegner. Wir wollen den EHF-Cup gewinnen, auch wenn der Weg zum Titel jetzt über Flensburg führt», sagte der Schwede.

    In Lemgo und Göppingen herrschte vornehmlich Erleichterung darüber, dass es kein deutsches Duell im Viertelfinale gibt. «Ich freue mich sehr. Aragon ist ein starker Gegner. Dadurch, dass wir eine ausländische Mannschaft bekommen haben, bleibt das internationale Flair erhalten», sagte Lemgos Trainer Volker Mudrow. Allerdings sind die Spanier ein harter Brocken: In den vergangenen drei EHF-Pokal-Wettbewerben erreichten sie mindestens das Halbfinale, verloren 2007 aber das Endspiel gegen den SC Magdeburg.

    «Wir hätten nur sehr ungern gegen eine deutsche Mannschaft gespielt. Das ist jetzt vermieden», meinte Göppingens Spielbetriebsleiter Alexander Kolb und fügte an: «Die Kadetten sind sicher nicht das schwerste Los. Man darf Schaffhausen aber nicht unterschätzen.» Die Schweizer hatten beim Qualifikations-Turnier zur Champions League vor Saisonbeginn Lemgo geschlagen.

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